Frage von Trisch am 23.09.14

Krankenkassenbeiträge bei Minijob und Kleingewerbe?

Hallo,

ich habe einen Minijob 45h/Monat (450,- €) und seit Anfang desJahres ein Nebengewerbe mit derzeit ca 300,- € monatl. in dem ich ca 10-15h/Woche arbeite.

Ich bin freiwillig Versichert, da ich keine Leistungen beziehe und zahle ca 150,- € an Beiträgen.

Ich bin nicht verheiratet, aber lebe mit dem Vater meines Kindes zusammen.

Nun möchte meine Krankenkasse prüfen ob ich meine selbständige Tätigkeit nebenberuflich oder hauptberuflich ausübe.

Stimmt es, dass wenn meine selbständige Tätigkeit zeitlich überwiegt, es dann als Hauptgewerbe

zählt?

Werden dann meine Krankenkassenbeiträge erhöht? So wie ich gehört habe werden es dann über 300,- € sein. Stimmt das?

Vielen Dank im Voraus

 

 

 

 

Antwort von

 

Es gibt ziemlich viele Konstellationen, letztlich kommt es immer darauf an, ob die nebenberufliche Selbstständigkeit als Haupttätigkeit betrieben wird oder ob es wirklich einer wirtschaftliche Unterordnung zur Haupttätigkeit ist. Die Krankenkassen beurteilen das durch die wöchentliche Arbeitszeit, die, so mein letzter Stand, etwa 18 Stunden die Woche nicht überschreiten sollte. Sofern das basiert, ist die Nebentätigkeit als Hauptberuf/Haupttätigkeit zu sehen und damit Krankenversicherungspflicht dich. Bei selbstständigen gibt es da einen Mindestbeitrag der unabhängig vom Einkommen/Gewinn angenommen.

 

 

 

Mehr zu dem oben genannten Thema können Sie in folgendem Artikel nachlesen:

 

 

 

 

 

Zum zweiten Teil ihrer Frage musste ich selbst recherchieren, da ich die aktuellen Werte nicht Amon Kopf habe. Empfehlenswert ist auf jeden Fall, Sie rufen selbst ihre gesetzliche Krankenversicherung an, schildern ihren Fall und lassen sich die entsprechenden Werte mitteilen:

 

 

 

 

 

Folgende Aussagen habe ich auf Krankenkassen.de gefunden:

 

 

 

 

 

 

 

Das Mindesteinkommen für sonstige freiwillig Versicherte in der GKV beträgt im Jahr 2014 921,67 Euro. Wer so eingestuft ist, zahlt im Jahr 2014 monatlich 137,33 Euro. 2013 kostete die Krankenkasse mindestens 133,85 Euro.

 

 

 

 

 

...

 

 

 

 

 

Bei Selbstständigen und Freiberuflern wird üblicherweise davon ausgegangen, dass sie ein monatliches Bruttoeinkommen über der Beitragsbemessungsgrenze von 4.050,00 Euro im Jahr 2014 erzielen. Das trifft aber nicht immer zu. Einige Selbstständige und Freiberufler sind auch mit dem reduzierten Satz von 308,99 Euro finanziell überfordert. In Ausnahmefällen und wenn ein Gründungszuschuss durch die Bundesagentur für Arbeit gezahlt wird, ist daher eine noch günstigere Einstufung möglich. 

 

 

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