Frage von Dennis am 03.10.12

Kleinunternehmer Grafikdesign und Fotografie: IHK oder HWK?

 

Hallo,

ich habe im Juli ein Gewerbe angemeldet und mich vom Finanzamt als Kleinunternehmer einstufen lassen. So weit, so gut. Ich arbeite primär im Bereich Grafik-/Kommunikationsdesign, sprich erstelle Webseiten, Logos, Printmaterialien und Co. für Kunden. Zusätzlich habe ich "Fotografie" vermerken lassen, weil es durchaus vorkommen kann, dass gleichzeitig neue Fotos für die Kundenwebseite o.Ä. benötigt werden. Ich habe allerdings betont, dass das wirklich selten vorkommt und nur einen Bruchteil meiner Tätigkeit ausmacht.

Nun habe ich vor einigen Tagen einen Brief von der örtlichen Handwerkskammer bekommen, die mich auffordert mich dort zu registrieren. Gelistet ist meine Tätigkeit ausschließlich als "Fotografie". Das stimmt natürlich hinten und vorne nicht. Von meiner Haupttätigkeit als Grafiker ist nicht mal die Rede. Ich würde eigentlich gerne mit allen Mitteln verhindern der HWK beitreten zu müssen. Das hat diverse Gründe, aber vor allem sehe ich nicht, hohe Gebühren für die Registrierung zahlen zu müssen, weil die Herrschaften sich meine Tätigkeit so hinbiegen wie es auf sie passt. Ich biete Dienstleistungen an und kein Handwerk.

Wie gehe ich vor? Entsprechende E-Mails an HWK und IHK sind bereits versendet. Kann ich den Prozess irgendwie beschleunigen und mich "freiwillig" bei der IHK registrieren?

Danke.

Antwort von

Hallo,

irgendwie ist es nichts neues, dass man als Selbstständiger Post von der IHK oder HWK bekommt und auf einmal anders eingestuft wird, oder das Gewicht auf andere Dienstleistungen gelegt wird, als man eigentlich anbietet.

Ich würde da jetzt abwarten. Wie Du berichtest, hast Du Dich schon schriftlich an die HWK gewendet und den tatsächlichen Sachverhalt geschildert. Ich weiß natürlich nicht wie lange das nun schon her ist. Du kannst auch telefonisch anfragen.

Eventuell werden sie Dich auffordern die Fotografie rauszunehmen - aber das muss Dir die HWK sagen.

Viele Grüße

 

Antwort von

Ich hatte in der Praxis bereits einen Fall, dass ein Handwerker so unterschiedliche Tätigkeiten bei der Gewerbeanmeldung angegeben hat, dass er am Ende verpflichtet war, sowohl bei der IHK als auch bei der HWK Pflichtmitglied zu werden. Ja, es ist ja keine freiwillige Mitgliedschaft, sondern man wird verpflichtet und wenn man entsprechende Tätigkeiten ausübt, eben bei beiden Kammern. Derjenige konnte das nur verhindern, indem er irgendwann eine Tätigkeit offiziell aufgab, sein Gewerbe beim gewerbeamt dahingehend ummeldete, so dass diese Meldung an entsprechende kammern weitergeleitet wurden, er dann bei der einen Kammer kündigen konnte, weil er ja entsprechende Tätigkeit nicht mehr ausführte. Sehr kompliziert, häufig aber fast der einzige Weg.

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