Frage von Flaggari am 12.04.10

Kleingewerbe für eigene Herstellung?

Schön das es dieses Forum gibt, habe schon ganz viel gelesen....aber nun schwirrt mir etwas der Kopf.

Deswegen stelle ich mal meine Fragen hier ein :

Ich plane Nebenberuflich ein Kleingewerbe als Nebenjob anzumelden.

Herstellung und Verkauf von Reitsportartikeln

Ich frage mich wie es steuerlich aussieht, also ich kaufe Material ein, verarbeite es und möchte es dann verkaufen.

Muß ich den Gewinn dann komplett versteuern, oder besser- kann ich meine Arbeitszeit ( eigene Herstellung) noch in Abzug bringen ?

Antwort von

Hallo Milka,

Muß ich den Gewinn dann komplett versteuern, oder besser- kann ich meine Arbeitszeit ( eigene Herstellung) noch in Abzug bringen ?



warum sollte nur ein Teil des Gewinns versteuert werden müssen? Das macht doch für unseren Finanzminister keinen Sinn, oder?

Wie wird der Gewinn berechnet?

Umsatz (Einnahmen) - Betriebsausgaben = Gewinn

der so ermittelte Gewinn unterliegt der Einkommensteuer, sofern man mit seinem zu Zu versteuerndes Einkommen über den Grundfreibetrag kommt. Dieser ist bei Singles halb so groß wie bei Verheirateten.

Als Betriebsausgaben ist in deinem Fall die Kosten für das Material, Telefon, Bürobedarf usw. zu sehen. Weitere Betriebsausgaben findest du in unserem Lexikon der Betriebsausgaben

die Umsätze oder Einnahmen sind die Gelder, die du von anderen Kunden per Rechnung oder Bar erhältst oder überwiesen bekommt.

deine Arbeitszeit kannst du nicht als Betriebsausgaben einbringen, das ist steuerlich nicht abzugsfähig. Wohl aber musst Du sie kalkulieren, um den richtigen Verkaufspreis zu ermitteln. Es macht ja keinen Sinn, wenn du für ein Produkt 20 h arbeitet hast, Ware im Wert von 150 € verbaut hast und nun dafür 200 € kalkulierest. Dann hättest du gerade mal 50 € für deine 20 h Arbeitszeit berechnet. Dieser Stundenlohn ist so auf Dauer nicht haltbar. Du siehst also, es wird die Arbeitszeit für das Finanzamt nicht berücksichtigt, wohl aber für deine interne Preisfindung. Das vergessen viele und gehen daher schneller in die pleite als sie denken.

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