Frage von Endlicher am 01.03.12

Kann man ohne Gewerbeschein gewerblich als Hobby verkaufen?

Habe mich gerade hier angemeldet in der Hoffnung, dass mir jemand meine Fragen beantworten kann.

Mein großes Hobby ist Handarbeiten stricken). Vor ein paar Wochen kam mir die Idee, ich könnte meine handgestrickten Sachen ja auch im Internet verkaufen. Bis dahin alles kein Problem.

Ich habe mich dann bei dawanda angemeldet und mir einen Shop eingerichtet, war auch alles gut. Doch dann habe ich dort gelesen, dass man dafür einen Gewerbeschein braucht. Also war meine ganze Arbeit umsonst. Denn so einfach kann ich mir keinen Gewerbeschein holen, da ich Hartz IV bekomme.

Nun meine Frage: Ich möchte gerne meine selbstgestrickten Sachen dort verkaufen, aber nur als Hobby nebenbei nicht professionell, was muss ich tun, damit alles korrekt ist und ich keine Schwierigkeiten mit der Maßarbeit bekomme. Bin für jede Hilfe dankbar.

Ganz liebe Grüße

s.endlicher

Antwort von

Erst einmal finde ich es traurig, dass sie noch nicht einmal eine Frage als Überschrift formulieren können, obwohl unser System das eindeutig verlangt. Eigentlich sollte ich Ihre Frage gar nicht beantworten, ich mache es trotzdem. Zum anderen wurde diese Frage schon einige Male im System beantwortet, so dass eine einfache Suche nach zum Beispiel dawanda sicher schon einiges beantwortet hätte.

Zur Antwort:

Es ist im Grunde genommen kein Problem ein Gewerbe anzumelden, auch wenn man Hartz 4 Empfänger ist. Sofern der Sachbearbeiter oder Fallmanager daraus ein Problem macht, ist das nicht gerechtfertigt. Man muss nur darauf achten, dass man als arbeitslosengeld zwei Empfänger monatlich keinen größeren Gewinn als 165 € erzielt (Einnahmen minus Ausgaben). Dann werden auch die Leistungen vom Amt nicht gekürzt. Das sollte soweit kein Problem sein.

Wenn man allerdings aus irgendwelchen Gründen kein Gewerbe anmelden darf (und damit den Gewerbeschein nicht bekommt) sollte man probieren, die Dinge privat zu verkaufen, denn ein Verkauf gewerblich als Hobby gibt es nicht. Das nennt man dann Liebhaberei und das ist beim Finanzamt eher negativ zu sehen.

Sofern die Verkaufsplattform (dawanda) einen Gewerbeschein/ein Gewerbe voraussetzt, hat man schlechte Karten, wenn man kein Gewerbeschein bekommt. Dann kann man dort schlichtweg nicht verkaufen. Dann müssen sie sich mit ihren Produkten auf einem benachbarten Markt stellen und dort verkaufen.

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