Frage von Daniel am 18.05.10

Gründerzuschuss - wie sicher ist das?

Hallo liebe Existensgründergemeinde,

da dies mein erster Post hier ist, möchte ich ein wenig über mich und meine Situation erzählen.

Ich möchte mich mit einem Partner gemeinsam selbständig machen und wir beide möchten ein Dienstleistungsunternehmen eröffnen. Die Branche und die genaue Dienstleistung spielen keine Rolle, daher möchte ich darauf jetzt nicht im Detail angehen.

Wir haben unseren Businessplan fertig und ist momentan bei der IHK zur Prüfung. Wir beide sind noch in einem Angestelltenverhältnis und haben vor zu Kündigen, wenn der Kreditantrag bewilligt wird.

Wir haben in unseren Businessplan jedoch schon den Gründungszuschuss mit der 3 Monate Sperrfrist miteinberechnet... dementsprechend reduziert sich auch der Kreditbedarf ein wenig, da wir die Mittel aus dem Gründerzuschuss miteinkalkulieren... aber genau da liegt irgendwo der faule Hund begraben...

Wenn wir beide kündigen und zum Arbeitsamt gehen, haben wir ja 100 % Anspruch auf AL I - wir beide arbeiten schon knapp über 3 Jahre fest und erfüllen die Bedingung für AL I. Da wir beide aber kündigen werden, haben wir ja noch die 3 Monate Sperrfrist. Was uns halt jetzt bedenken macht sind die Bedinungen für den Zuschuss.

Weil wir müssen ja mindestens noch 90 Tage Restanspruch auf AL I haben - so wie ich das verstehe muss man erst Arbeitslos sein, bevor man auf die Idee kommt sich selbständig zu machen. Beides am gleichen Tag anzumelden geht wohl nicht, da es ja ziemlich offensichtlich ist, das wir uns beide bewusst in die Arbeitslosigkeit gestürzt haben um die Gelder zu erhalten.

Die erste Frage die ich da hätte wäre jetzt:

Muss ich das etwas kluger angehen? Erst AL melden, dann 1-2 Jobangebote ablehnen um dann nach ein paar Woche auf die "Idee" zu kommen, mich selbständig zu machen?

2) Wir wollen beide eine GmBH gründen und wollen beide gleichberechtigte Geschäftsführer sein. Würde uns das Arbeitsamt auch beiden den Zuschuss geben?

3) Da wir ja 3 Monate Sperrfrist haben ist die nächste Frage, ob man sich erst nach den 3 Monaten den Gründungszuschuss anmelden kann, und somit 3 Monate lang eigentlich kein Gewerbe anmelden darf, da man den Zuschuss ja nur erhält, wenn man noch nichts gegründet hat und Arbeitslos ist.

4) Wie sicher ist dieser Zuschuss generell ? Kann der auch abgelehnt werden? Das kann er denke ich mal, überall wo ein Amt mitspielt, können Sachen auch abgelehnt werden, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser abgelehnt wird wenn wir beide uns AL melden und unser Unternehmen gründen wollen? Die Bescheinigung über die Tragfähigkeit des Plans wird uns von der IHK vorliegen, diesen Faktor bitte mal außer acht lassen.

So ich hoffe meine verwirrenden Fragen sind irgendwie verständlich.

Viele Grüße

Daniel

Antwort von

Hallo, sorry wegen der Verspätung:

Wir haben unseren Businessplan fertig und ist momentan bei der IHK zur Prüfung. Wir beide sind noch in einem Angestelltenverhältnis und haben vor zu Kündigen, wenn der Kreditantrag bewilligt wird.



Was soll ich dazu sagen? Mir ist schlecht, ein so hohes Risiko, ob es das wert ist? Das muss ja eine wahnsinns Geschäftsidee sein, die richtig Geld abwirft, gibt´s so etwas überhaupt? Oder MLM, Schneeballsystem oder irgend so ein Mist? Finger weg...

Wenn wir beide kündigen und zum Arbeitsamt gehen, haben wir ja 100 % Anspruch auf AL I - wir beide arbeiten schon knapp über 3 Jahre fest und erfüllen die Bedingung für AL I.



Falsch, wenn ihr kündigt, gibt´s erst mal ne fette Sperrfrist

Was Sie über die Sperrfrist bzw. Sperrzeit wissen sollten

Wir haben in unseren Businessplan jedoch schon den Gründungszuschuss mit der 3 Monate Sperrfrist miteinberechnet... dementsprechend reduziert sich auch der Kreditbedarf ein wenig, da wir die Mittel aus demGründerzuschuss miteinkalkulieren... aber genau da liegt irgendwo der faule Hund begraben...



Zuschüsse sollte man da nicht mit reinrechnen.

Weil wir müssen ja mindestens noch 90 Tage Restanspruch auf AL I haben - so wie ich das verstehe muss man erst Arbeitslos sein, bevor man auf die Idee kommt sich selbständig zu machen. Beides am gleichen Tag anzumelden geht wohl nicht, da es ja ziemlich offensichtlich ist, das wir uns beide bewusst in die Arbeitslosigkeit gestürzt haben um die Gelder zu erhalten.



Bitte mal bei meinem Kollegen Dr. Lutz nachlesen, der hat das Thema ganz ordentlich aufbereitet.

Mein Tipp: Mit dem Sachbearbeiter der Arbeitsagentur sprechen.

Muss ich das etwas kluger angehen? Erst AL melden, dann 1-2 Jobangebote ablehnen um dann nach ein paar Woche auf die "Idee" zu kommen, mich selbständig zu machen?



Nein, vom Prinzip her geht es sofort bei der Anmeldung gelich mit dem Antrag auf Gründungszuschuss weiter, sofern Anspruch auf ALG 1 besteht. Ist aber bei euch nicht der Fall. Daher kein Standardfall.

zu 2) sollte gehen.

zu 3) siehe Artikel von Dr. Lutz

zu 4) so lange legal und die Anspruchsvoraussetzungen des Gründungszuschuss vorliegen, sehr sicher.

Meine ehrliche Meinung?

Nur einer sollte isch selbständig machen, der andere solte das sichere einkommen als Angestellter weiter verdienen, für den Fall der Fäle. Aber das ist eure entscheidung.

Auch guter Tipp: wenn GmbH dannSteuerberater. vorher schon mal einen Gründungsberater bemühen, der das Konzept/Idee unter die Lupe nimmt.

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