Frage von Mattern am 19.10.09

Gewerbeanmeldung - wie sieht das steuerlich denn aus?

Hallo

seit einigen Wochen bin ich nun damit beschäftigt mich schlau zu machen, was alles auf mich zukommt, wenn ich mein Hobby anmelde. Eventuell als Kleinunternehmer laut §19 UstG.

Ich nähe Kinderartikel und andere nützliche Dinge aus Stoffen. Hin und wieder verkaufe ich auch was.

Seit der Geburt meiner Tochter vor 1,5 Jahren bin ich ausschließlich Hausfrau und Mutter. Davor 3 Monate arbeitslos. Mein Mann verdient das Geld.

Nach einigen Telefonaten mit dem Finanzamt und Gewerbeamt bin ich nicht sehr viel weiter.

Ich weiß folgendes:

-Als Gewerbe muss ich laut Amt " Vertrieb von Stoffartikeln" anmelden

-Laut Finanzamt könnte es als Nebengewerbe laufen

Mein Mann hat mit einem Bekannten gesprochen, der als Kleinunternehmer arbeitet und auch noch einen Hauptberuf hat. Dieser meinte, dass es sich für ihn nicht lohnen würde wegen der ganzen Kosten drumherum.

Bin daher etwas verunsichert. Würde gerne nach Auftrag arbeiten und auch Flyer verteilen, aber ohne Steuernummer und Gewerbe geht das gar nicht oder?

Oder reicht ein reines Gewerbe?

Bin ja auch über meinen Mann krankenversichert, bleibt das so?

Übrigens: Mehr als 300 Euro Umsatz im Monat wird es nicht werden. Für mich ist es einfach ein tolles Hobby, aber super viel Geld verdient man damit halt nicht.

Wie sieht das steuerlich denn aus? Bei der Steuererklärung muss das dann ja mit angegeben werden. Kann sich so ein geringer Umsatz negativ auf die Steuern auswirken? Sollte ich es dann lieber dabei belassen und nur für Bekannte nähen?

Und kommt noch was auf mich zu, wenn ich das Gewerbe hinterher abmelde? Schätzt das Finanzamt einen dann noch oder ist das Gewerbe dann wirklich abgemeldet?

Ich hoffe hier können mir meine Fragen beantwortet werden.

Schöne Grüße

Antwort von

Hi sungirl,

Würde gerne nach Auftrag arbeiten und auch Flyer verteilen, aber ohne Steuernummer und Gewerbe geht das gar nicht oder?



Schwierig, klingt dann eher wie Schwarzarbeit. Also anmelden auf jeden fall. nebengewerbe nur deswegen, weil man dann noch familienversichert sein kann.

Bin ja auch über meinen Mann krankenversichert, bleibt das so?



Ja, wenn nebengewerbe, also nciht mehr als 15 h/Woche.

Mehr als 300 Euro Umsatz im Monat wird es nicht werden. Für mich ist es einfach ein tolles Hobby, aber super viel Geld verdient man damit halt nicht.



Vorsicht mit dem Wort Hobby, Liebhaberei.

Bei der Steuererklärung muss das dann ja mit angegeben werden. Kann sich so ein geringer Umsatz negativ auf die Steuern auswirken?



In der Steuerklärung geht es um Gewinn, nciht um Umsatz.

Sollte ich es dann lieber dabei belassen und nur für Bekannte nähen?

Und kommt noch was auf mich zu, wenn ich das Gewerbe hinterher abmelde? Schätzt das Finanzamt einen dann noch oder ist das Gewerbe dann wirklich abgemeldet?



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