Frage von Thomsen am 05.03.13

Gewerbe nachmelden?

Guten Tag,

ich bin staatl. geprüfte Designerin für Schmuck und Gerät und fertige und verkaufe (hauptsächlich auf Kunsthandwerkermärkten) seit einger Zeit schon Schmuck und Schmuckobjekte. Beim Finanzamt bin ich als selbstständige Kleinunternehmerin geführt.

Bevor ich diese Tätigkeit aufnahm, habe ich mich beim zuständigen Amt nach einer Gewerbeanmeldung erkundigt. Dort wurde mir (wiederholt!) gesagt, ich müsse kein Gewerbe anmelden, sondern mich lediglich beim zuständigen Finanzamt anmelden, was ich ja auch tat.

Die Gespräche mit dem Amt fanden leider telefonisch statt, sodaß ich keinerlei Nachweis dafür erbringen kann.

Nach Lektüre einiger Beiträge auf dieser Seite bin ich nun mehr denn je überzeugt, ich hätte eben doch ein Gewerbe anmelden müssen?

Stimmt das? Falls ja: wie kann ich nnun weiter verfahren? Droht mir eine Strafe?

 

Mit bangem Gruß,

C.T.

Antwort von

Keine Angst, Sie haben alles richtig gemacht. Die Tätigkeit wurde vom Finazamt als Künstlerische Tätigkeit akzeptiert, Sie sind daher mit ihrer Tätigkeit Freiberufler holen. Andernfalls hätte sich das Finanzamt längst bei Ihnen gemeldet. Solange sie nun ihre Gewinne/Verluste in ihrer Einkommensteuererklärung einmal im Jahr erklären und auch alle anderen Steuererklärungen (Umsatzsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung entfällt ja) ordnungsgemäß und fristgerecht abgeben, ist die Welt in Ordnung.

 

Sie benötigen auf keinen Fall eine Gewerbeanmeldung, denn dadurch signalisieren Sie ja ein Gewerbe und entfernen sich von ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Künstlerin. Sie können nur das eine oder das andere tun. Für meine Begriffe ist eine Freiberuflichkeit immer günstiger, weil man nicht das Gewerbeamt und die Gewerbeordnung mit allerlei zusätzlichen Vorschriften im Boot hat. Außerdem braucht man ab einem Gewinn von 24.500 Euro im Jahr keine Gewerbesteuer an die zuständige Gemeinde oder Stadt entrichten. Das entfällt für Freiberufler.

 

 

 

Also auf keinen Fall ein Gewerbe anmelden, doppelt hält in diesem Fall nämlich nicht besser. Es sei denn, Sie wollen Gewerbetreibende sein und auf die Freiberuflichkeit verzichten.

Antwort von

Hallo Herr Montag,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort! Dann lasse ich jetzt ganz beruhigt alles wie es ist.

Sehr erleichterte Grüße,

C.T.

zurück
Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!