Frage von Patrick am 04.03.16

Firmengründung durch Crowdfunding

Hallo,

 

wir haben ein privates Projekt gestartet. Da dieses (voraussichtlich) irgendwann einmal Einnahmen abwerfen soll, stand die Gewerbeanmeldung im Raum.

 

Zwecks einer besseren Absicherung in Sachen Haftung kommt ziehen wir eine UG in Betracht.

 

Ist es möglich ein Crowdfunding (Rewardbased) durchzuführen und (Erfolg vorausgesetzt) die Einnahmen als Stammkapital in die UG einfließen zu lassen?

 

Was ist, wenn das Fundingprojekt (wider Erwarten) mehr als 17.500€ einspielt?

 

Zählt die Einlage dann bereits als "Umsatz" und führt dazu, dass die Kleinunternehmerregelung ausgeschlossen ist?

 

Hintergrund ist der, dass das Projekt mit Sicherheit in die Stores kommt (als Pilotprojekt), aber Einnahmen erst in 1+ Jahren geplant sind (aufgrund der laufenden Kosten gegen 0 ist das kein Problem für uns). Wären jährliche Kosten für Steuerberater/IHK etc. mehr oder weniger der sofortige Schlussstrich.

 

Danke.

Antwort von gruenderadmin

Ist es möglich ein Crowdfunding (Rewardbased) durchzuführen und (Erfolg vorausgesetzt) die Einnahmen als Stammkapital in die UG einfließen zu lassen?

 

Diese Frage sollten Sie unbedingt mit einem zugelassenen Steuerberater besprechen. Ich empfehle Ihnen einen aus folgender Liste zu kontaktieren, der kann sowohl per Telefon, per E-Mail als auch persönlich kontaktiert werden. Tun Sie sich bitte selbst den Gefallen, denn hier handelt es sich um extrem wichtige, juristische und existenzielle Fragen. Die sollten auf jeden Fall von einem zugelassenen Experten, am besten schriftlich beantwortet werden.

 

Was ist, wenn das Fundingprojekt (wider Erwarten) mehr als 17.500€ einspielt?

Zählt die Einlage dann bereits als "Umsatz" und führt dazu, dass die Kleinunternehmerregelung ausgeschlossen ist?

Diese Frage zielen auf die Umsatzsteuer und sind daher auch am rechtsichersten von einem Steuerberater zu beantworten. Aus meinem betriebswirtschaftlichen Wissen kann ich Ihnen jedoch jetzt schon sagen, dass das Geld aus Crowdfunding in der Tat Kapital ist, welches zur Passiva der Bilanz gehören wird. Es ist also kein Umsatz und daher wird das Geld aus dieser Finanzierung nicht in die Kleinunternehmerregelung nach dem Umsatzsteuergesetz fallen.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg bei dem was Sie tun und freue mich, Sie wieder im Gründerlexikon begrüßen zu können.

Ihr Torsten vom

Gründerlexikon

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