Frage von Sandra am 10.11.12

Familienversicherung oder freiwillige Mitgliedschaft in der GKV?

Hallo, guten Abend!

Diesen Artikel habe ich hier gerade gefunden:

Nebenberuflich Selbständig und 400,- EUR Job, wie viel muss für die freiwillige Krankenversicherung bezahlt werden?

Diese Konstellation hört sich zwar etwas ungewöhnlich an, kann aber sehr schnell eintreten. Für dieses Beispiel schließen wir die Familienversicherung aus, da der Unternehmer nicht verheiratet ist.

Müssen bei einem so geringen Verdienst überhaupt Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden?

Laut Auskunft der IKK ja, auch von geringen Verdiensten muss der Beitrag zur Krankenversicherung gezahlt werden.

Wie hoch in diesem Fall die Beiträge zur Krankenversicherung sind, erläutern wir am folgenden Beispiel.

Herr Mustermann ist nebenberuflich selbständig mit einem monatlichen Gewinn von 220,- EUR und hat parallel dazu einen 400,- EUR Job.

Über den 400,- EUR Job ist Herr Mustermann nicht krankenversichert. Er muss sich folglich freiwillig krankenversichern. Die Mindestbemessungsgrundlage für die freiwillige Krankenversicherung (bei einkommensschwachen Selbständigen) liegt 2009 bei 840,- EUR.

840,- EUR x 14,9% = 125,16 EUR für die Krankenversicherung

840,- EUR x 1,95 % = 16,38 EUR für die Pflegeversicherung

Insgesamt zahlt Herr Mustermann für Kranken- und Pflegeversicherung einen monatlichen Beitrag in Höhe von 141,54 EUR.

Hier nun meine Frage: Ich bin verheiratet und demnach familienversichert über meinen Mann. Ich verdiene auf geringfügiger Basis 320 € im Monat und habe mich nebenberuflich selbstständig gemacht. Mein zu erwartendes Einkommen liegt dort bei ca. 300 € monatlich.

Wie verhält es sich in meinem Fall mit der Familienversicherung? Wenn ich keinen Anspruch mehr auf Familienversicherung habe, wieviel muß ich für die Krankenversicherung im Monat bezahlen? Und was ist, wenn mein Einkommen aus der Selbstständigkeit doch höher ausfällt?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße

Fußdoc

Antwort von

Hallo,

 

Familienversicherung und Minijob

Wenn das Familienmitglied einen Minijob ausübt gilteine Einkommensgrenze von 400 Euro pro Monat. Für alle anderen ist die Familienversicherung nur dann möglich, wenn die monatliche Einkommensgrenze von 375 Euro (2012) nicht überschritten wird.

Wichtig: Ein Überwiegen des Arbeitsentgelts aus der geringfügigen Beschäftigung wird für die Anwendung der Einkommensgrenze von 400 Euro nicht verlangt. Damit ist die Familienversicherung selbst dann noch möglich, wenn das sonstige anrechenbare Gesamteinkommen bereits über dem Betrag von 375 Euro liegt, zusammen mit dem Entgelt aus dem Minijob jedoch die Grenze von 400 Euro nicht übersteigt.

 

 

Bruttoeinkünfte

Es werden die tatsächlichen Bruttoeinkünfte zugrunde gelegt, im Jahr 2012 jedoch monatlich mindestens 1.968,75 Euro.

 

 

Für weitere genaue Details und Fragen erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Gesundheits- oder Krankenkasse. 

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