Frage von Josy am 23.05.13

Fällt Dekorationsartikel für Kinderzimmer unter Spielzeugrichtlinien?

Hallo,

ich nähe Namenswimpelketten und habe diese bisher gerne zur Geburt verschenkt. Daraufhin wurde ich jetzt schon öfters gefragt, ob ich diese nicht auch verkaufen würde. Nun spiele ich mit dem Gedanken ein Kleingewerbe anzumelden. Allerdings bin ich bei meinen Recherchen zur Vorbereitung auf die Europäischen Richtlinien für Spielzeug gestoßen. Allerdings fällt mir die Zuordnung, also ob es sich bei einer genähten Wimpelkette (auf der der Name des Kindes abgebildet ist und somit als Dekorationsartikel für ein Kinderzimmer gedacht ist) um ein Spielzeug handelt, sehr schwer. Denn sollte mein Produkt unter die Richtlinie fallen, hat sich das mit der Gewerbeanmeldung für mich schon erledigt. Ich wäre verdammt froh, wenn mir jemand helfen könnte.

Vielen lieben Dank im Voraus,

jofine

 

Antwort von

Ich denke, Sie machen sich da zu viele Gedanken. Spielzeug ist es aus meiner Sicht nicht. Ich kenne die Richtlinie nicht, aber sollte man nicht erstmal beginnen, bevor man schon alles wegen der EU zum scheitern verurteilt? Da muss doch erst mal wer kommen und Ihnen das Verbieten, da machen Sie sich zu viele Gednaken um ungelegte Eier.

Ich habe diese EU Spielzeugrichtlinie Richtlinie mal überflogen und für gar nicht anwendbar befunden. Da geht es um Schwermetalle im Spielsachen für Kinder, was erst ab 20.7.13 in kraft tritt. Vorher gab es bereits die technischen eigenschaften, die schon immer wegen Brandschutz usw. eingehalten werden mussten, es ist also nur eine Erweiterung um die chemischen eigenschaften.

Naja, Wimpel, die im Zimmer hängen, können nicht in die Hände von Kindern fallen und schon gar nicht von Neugeborenen, die weder krabbeln, greifen noch laufen können.

Also, wenn Sie was machen wollen, machen Sie es und bereiten lieber wichtige Dinge vor, wie:

  • Gute Materialien zu guten Preisen kaufen

  • gute Absatz- und Vertriebsmöglichkeiten finden (facebook, ebay, dawanda usw.)

  • zufriedene Kunden bekommen

  • neue Ideen umsetzen

  • der Krankenkasse Ihre neuen Einkünfte melden

  • am Jahresende dem Finazamt die Umsätze und Betriebsausgaben nicht verschweigen (EÜR machen)

  • ...

  •  

Das mit der EU überlassen Sie mal anderen Leuten.

Wenn Sie allerdings ganz sicher gehen wollen, sprechen Sie mit der IHK oder einenm Rechtsanwalt, vergessen Sie aber Ihren Geldbeutel nicht mitzunemen, die lassen sich für solche Frage gut bezahlen. Das heißt dann wieder viele, viele Wimpel verkaufen, um die hohen Beratungsgebühren erst einmal wieder reinzubekommen ;-)

In diesem Sinne viel Spaß dabei, wobei auch immer, Sie entscheiden.

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