Frage von Stephanie am 22.03.17

Elterngeld - ich möchte keine Abzüge!

Hallo, ich werde ab August/September in Elternzeit gehen. Ich führe ein Kleingewerbe und bin Hauptberuflich als Erzieherin tätig. Bei der Elterngeldstelle haben sie mir gesagt, ich sollte am besten keine Gewinne erziehlen, da ich sonst 65% angerechnet bekommen würde.

Das möchte ich nicht! Kann ich mein Gewerbe auf jemand anderes übertragen, oder welche möglichkeiten habe ich, ohne das Gewerbe ruhen zu lassen?

Antwort von gruenderadmin

Hallo Stephanie,

 

eine Variante ist in der Tat, das Gewerbe von jemandem anders führen zu lassen. Das erfordert jedoch eine Gewerbeabmeldung und bei der anderen Person eine Gewerbeanmeldung. Die Folge daraus ist eine recht aufwendige bürokratische Abwicklung der Buchführung, Erstellung von Einnahmenüberschussrechnung, einen steuerlichen Fragebogen vom Finanzamt zur Gewerbeabmeldung usw. Insgesamt sollten Sie sich dazu folgenden Artikel von mir durchlesen und danach entscheiden, ob das wirklich das richtige ist.

 

www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/gruendungsstrategie/nebengewerbe/nebengewerbe-freundin/

 

Eine andere Alternative ist den Umsatz zu senken oder die Betriebsausgaben zu erhöhen, um den besagten Gewinn zu erreichen. Wenn sie durch das Kleingewerbe weniger verdienen und demzufolge weniger oder gar nichts angerechnet wird, bekommen Sie den Ausgleich letztlich über das Elterngeld. Ihnen geht also nichts verloren, wenn sie weniger Gewinn im Kleingewerbe erwirtschaften. Daher würde ich das Kleingewerbe etwas runter fahren, mich auf die Elternzeit konzentrieren und später das Kleingewerbe wieder hochfahren. Es ruht quasi, wird aber nicht abgemeldet, auf diese Weise können Sie Ihren Gewinn nach unten drücken und somit wird nichts angerechnet. Eine andere, bessere Variante sehe ich im Moment nicht.

 

MfG

Torsten

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