Frage von Bettina am 17.04.13

Arbeitslosengeld und Nebeneinkommen aus selbständiger Tätigkeit

Hallo zusammen,

ich bin seit 01.04.2013 arbeitslos ( Thüringen ). Seit 2006 habe ich durchgängig ein Kleingewerbe, welches ich auch weiterhin ausüben möchte. Daher habe ich bei der Antragstellung ALG einen Nebenerwerbsbetrag von  600 € monatlich angegeben. ( hatte ich durchschnittlich monatlich in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitslosigkeit ) Arbeitszeit 14,99 Std. wöchendlich. Ich bin davon ausgegengen, dass mir ein zusätzlicher Freibetrag zusteht und möchte natürlich weiter mein Nebengewerbe ( Onlineverkauf über Ebay ) ausüben. Heute bekam ich von der Agentur für Arbeit die Berechnung für mein ALG. Darin wurde mir ein Freibetrag von nur 165 € ausgewisen. 435 € wurden mir vom Arbeitslosengeld abgezogen. Somit erhalte ich nur 318 € ALG monatlich. Die Berechnung ist nach § 155 Abs. 1 und 2 SGB III durchgeführt. Ist das so richtig ? Ich bin immer davon ausgegangen, das mir ein zusätzlicher Freibetrag zusteht. Ich wohne allein und kann davon nicht leben. Wird man für seine Ehrlichkeit vom Arbeitsamt bestraft ? Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen....MfG B. Knoth

 

 

Antwort von

Leider hat die Arbeitsagentur richtig gerechnet, der Freibetrag für den Hinzuverdienst liegt tatsächlich bei 165 Euro Gewinn monatlich. Alles was darüber hinaus verdient wird, wird vom Arbeitslosengeld abgezogen. Und, ja man wird sicher bestraft, aber ob das für die Ehrlichkeit ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen, denn unehrlich hieße ja, Sie würden falsche Zahlen angeben und das fällt sicher irgendwann einmal auf, denn die Arbeitsagentur verlässt sich nicht nur auf Ihre Angaben, sondern möchte auch einen Steuerbescheid zum Nachweis der angegebenen Gewinne prüfen.

Sie können nur folgendes tun: den Gewinn senken, indem sie weniger Umsatz machen oder höhere Betriebsausgaben geltend machen.

Mehr zum Thema Betriebsausgaben in unserem anderen Internetprojekt, da ist mit Sicherheit immer noch etwas zu holen und zu optimieren, denn viele Unternehmer vergessen schlichtweg grundsätzliche Betriebsausgaben geltend zu machen.

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