Frage von Igor am 21.09.09

Antrag auf Kleinunternehmerschaft als DaF-Lehrkraft - Gefahren und Risiken?

Hallo zusammen,

meine Frau arbeitet in einer Einrichtung als DaF(deutsch als Fremdsprache)-Dozentin und damit sie dort einen Vertrag bekommt und eine Abrechnung abgeben darf, soll sie angeblich den besagten Antrag auf Kleinunternehmen stellen. Bei all den anderen Instituten musste sie sowas nicht machen, sondern einfache Steuererklärung abgeben, was mir auch seitens eines Bekannten aus dem Finanzamt bestättigt wurde. Daher bezieht meine Frage darauf, ob es sich überhaupt lohnt, so einen Antrag zu stellen und was für Gefahren und Risiken es mit sich bringt für einen Dozenten. Mein Verstand sagt mir, dass sie an sich ja keinen Umsatz macht, sondern normal Geld aus einer Honorar-Tätigkeit bezieht. Ich kann mich aber natürlich auch täuschen.

Danke im Voraus für eine schnelle Antwort.

MfG, boster

Antwort von

Guten Tag boster,

Antrag auf Kleinunternehmen stellen



so etwas gibt es nicht, da ist wohl die Gewerbeanmeldung gemeint.

Im Rahmen der Gewerbeanmeldung kann dann einen Honorarvertrag als Betriebseinnahme erfasst werden, Betriebsausgaben sind davon abzugsfähig, so dass ein Gewinn für das Finanzamt als Einkünfte aus Gewerbebetrieb errechnet werden kann.

sondern einfache Steuererklärung abgeben, was mir auch seitens eines Bekannten aus dem Finanzamt bestättigt wurde.



Das ist richtig, es ist jedoch trotzdem eine Gewinnermittlung zu erstellen. Ob man diese nun am Jahresende im Kopf macht oder im Rahmen derEÜR ist bei kleineren Unternehmen mit insgesamt wenig Aufwand wohl egal.

Fakt ist, dass Einkünfte entstehen, welche dem Finanzamt mitgeteilt werden müssen. Außerdem ist noch die Frage, welche Art von Einkünften entstehen? es gibt hier insgesamt zwei zutreffende Einkunftsarten:

1. Einkünfte aus Gewerbebetrieb

2. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

Der Unterschied wird im folgenden Artikel erläutert:

Wie unterscheidet sich der Freiberufler vom Gewerbetreibenden FAQ 18

Insgesamt sollte hier ein Steuerberater zu Hilfe genommen werden, der genau dieses Problem erläutern und ihnen dabei helfen kann.

Daher bezieht meine Frage darauf, ob es sich überhaupt lohnt, so einen Antrag zu stellen



von lohnen kann ja auch nicht die Rede sein, wenn Sie das Geld bei diesem Institut verdienen möchten, müssen sie wohl oder übel diese Forderungen in Kauf nehmen. Vielleicht kann man das Institut davon überzeugen, dass eine Gewerbeanmeldung nicht notwendig ist. In diesem Fall könnte man als Freiberufler arbeiten, gibt seinen Gewinn (dein Einkommen) bei der Steuererklärung ein und ist damit nicht gewerbesteuerpflichtig. Was allerdings bei derGewerbeanmeldung auf jeden Fall die Folge wäre, auch wenn erst die Gewerbesteuer bei circa 24.500 € berechnet wird.

Mein Verstand sagt mir, dass sie an sich ja keinen Umsatz macht, sondern normal Geld aus einer Honorar-Tätigkeit bezieht.



das ist doch dasselbe, Einnahmen aus Honorar Tätigkeit ist Umsatz. Es gibt hier eben nur verschiedene Wörter für eheliche Ausdrücke oder gleiche Sachverhalte. Ihr Honorar ist gleich Umsatz ist gleich Einnahme so kann man das vereinfacht sehen. Es gibt sicher viele Fachleute, die hier kleine aber feine Unterschiede erläutern können. Ich fasse das aber für das Nichtfachpublikum so zusammen und hoffe, dass mir das niemand für übel nimmt.

Bitte lesen Sie folgende Artikel, um etwas mehr Informationen zum Thema Gewerbe, selbständigkeit und Einkünfte zu bekommen:

Welche Steuererklärungen muss ich überhaupt abgeben? FAQ 22

Wann muss ich eine Einkommensteuererklärung abgeben? FAQ 23

Wann muss ich eine Gewerbesteuererklärung abgeben? FAQ 24

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