Am von Ruben in Urteile geschrieben
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Kein ermäßigter Steuersatz

Gewerblich hergestelltes Bier eines Hobbybrauers mit Regelsteuersatz versteuern

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat beschlossen, dass beim Verkauf von gewerblich hergestellten Bier der Hobbybrauer der Regelsteuersatz angewendet wird. Geklagt hatte ein Hobbybrauer, der sein überschüssiges Bier verkaufte aber die Steuern nur nach dem ermäßigten Steuersatz berechnete.

Polizist mit Handschellen und ein Frosch mit Geldsack
Ermäßigungen bei Steuern? Träumt weiter...
© Alexas_Fotos / pixabay.com

Stuttgart, 06. November 2018 – Ein Hobbybrauer meldete dem Hauptzollamt ein Nebengewerbe an, weil er so sein überschüssiges Bier verkaufen wollte. Er errechnete eine Steuer von 26,43 Euro, das Hauptzollamt hingegen eine Steuer von 47,14 Euro. Wie kam dieser Unterschied zustande? Der Brauer rechnete mit dem sogenannten ermäßigten Steuersatz, während das Amt den Regelsteuersatz anwendete.

Klage gegen das Hauptzollamt wird abgewiesen

Das Finanzgericht Baden-Württemberg wies die Klage zurück, da der Hobbybrauer sein Bier ohne die Erlaubnis des Biersteuergesetzes herstelle und somit unter den Regelsteuersatz falle.

Der ermäßigte Steuersatz kommt nur bei unabhängigen Brauereien zur Anwendung und Brauen als Hobby fällt nicht unter die Definition der Brauerei. Der ermäßigten Steuersatz wird vom Bundeszollamt angewendet, wenn Hobbybrauer mehr als zwei Hektoliter pro Jahr für ihren eigenen Verbrauch herstellen. Der Kläger hier verkaufte seinen Überschuss jedoch und konnte damit gemäß EU-Richtlinie den gewünschten Steuersatz auch nicht anwenden. Auch der Unterschied zwischen Gewerbebetreibenden und Freiberufler könnte hier eine interessante Frage sein.

Bier bietet viele Möglichkeiten

Bier bietet jedoch auch noch vielerlei andere Möglichkeiten. Nicht nur überschüssiges Bier lässt sich verkaufen auch andere Geschäftsideen zum Thema Bier lassen sich finden z.B. die Bierfahne. Damit hat das lange Warten auf ein kühles Bier endlich ein Ende.

Auch in vielen anderen Bereichen lässt sich das Hobby zum Beruf machen, doch es sollte beachtet werden, wann ein Gewerbe angemeldet werden muss und wann nicht.

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