Am von Torsten in Urteile geschrieben
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Internetrecht

Facebook-Like-Button auf Firmenhomepages: Unternehmern drohen wieder Abmahnungen

Nivea, KIK, Eventim, Payback, HRS und Fashion ID sind bereits betroffen. Ihnen wurden von Verbraucherschutzzentralen Abmahnungen ausgesprochen. Der Grund? Sie hatten einen “Gefällt-mir-Button” direkt auf iherer Webseite eingebunden. Unternehmern und Selbstständigen droht das jetzt - nach einem Urteil des Landgerichts Düsseldorf - ebenfalls.

Fcebook-Like-Button Abmahnung
© geralt / pixabay.com

Düsseldorf, 24. März 2016 - Unternehmer und Selbstständige haben es wahrlich nicht einfach. Abgesehen von den viele rechtlichen Herausforderungen im Alltagsgeschäft, müssen sie sich immer wieder mit neuen Regelungen im Internetrecht etc. auseinandersetzen. Und die Webseite einfach weglassen? Das ist heute schon schwierig und wird in Zukunft nicht einfacher. Unternehmer brauchen einfach eine Präsenz im Internet, bei denen sich Kunden informieren können. Wer das nicht hat, gilt als altmodisch oder “Wer weiß was der zu verbergen hat”. Unternehmer nutzen gern soziale Medien um einerseits auf sich aufmerksam zu machen, andererseits aber auch mit den Kunden in Kontakt zu bleiben. Doch wer “einfach so” einen Facebook-Like-Button auf seiner Homepage integriert, könnte Ärger bekommen. Verbraucherzentralen beginnen bereits mit den ersten Abmahnung von Unternehmern. Mit einem neuen Urteil des Landgerichts Düsseldorf müssen sich Unternehmer, die eine eigene Webseite haben und dort Facebook - oder andere soziale Medien nutzen - wieder auf Änderungen einstellen, berichtet verbraucherzentrale.nrw. Irgendwo ist das auch verständlich. In einer Welt, in der der Bürger immer gläserner wird, müssen einfach Grenzen gezogen werden. Nur: Der Selbstständige oder Unternehmer kennt sich mit den technischen Gegebenheiten in der Regel gar nicht aus.

Facebook liest mit

Die Abmahnungen erfolgten, weil die Besucher nicht über den Zweck und die Funktionsweise des Facebook-Buttons informiert wurden. Auch fehlte die Einwilligung der betroffenen Besucher. Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook kann schon bei bloßen Aufrufen der Seite alles “mitlesen” - unabhängig ob der Seitenbesucher bei Facebook angemeldet ist oder nicht. Verbraucherschutzzentralen liefen dagegen Sturm und fingen bei den großen Konzernen an. Nachdem das Landgericht Düsseldorf den Verbraucherschützern recht gab, müssen sich nun auch kleine Unternehmen und Selbstständige darauf einstellen, an ihrer Webseite Änderungen vorzunehmen. Da die rechtliche Seite jedoch nicht so einfach zu “durchschauen” ist (wie und was überhaupt durch den Unternehmer geändert werden muss), empfiehlt sich immer die Rückfrage bei einem Rechtsanwalt. Nur dann ist gewährleistet, dass Unternehmer keine Angst vor Abmahnungen haben müssen. Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW äußert sich zu dem Urteil:

"Der Praxis von Facebook, Daten ohne Wissen und Einwilligung der Nutzer abzugreifen, wird nun ein Riegel vorgeschoben"

Tja, alles schön und gut. Nur: Herhalten muss wieder der Unternehmer und nicht “der Übeltäter” an sich.

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