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Deutscher Gründerpreis für Schüler

Die zehn besten Businesskonzepte in Hamburg ausgezeichnet

Mit einem robusten Behälter aus recyceltem Meeresplastik möchte das fünfköpfige Schülerteam „LUVAQ“ der Internatsschule Schloss Hansenberg verunreinigtes Wasser entkeimen und die Versorgung mit Trinkwasser sichern. Für diese fiktive Geschäftsidee und den dafür erarbeiteten Businessplan erhielten die Jugendlichen am Dienstagabend im Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr den Deutschen Gründerpreis für Schüler.

Deutscher Gründerpreis für Schüler 2019
Deutscher Gründerpreis für Schüler 2019
© Deutscher Gründerpreis für Schüler 2019 / Screenshot der Website

Hamburg, 27. Juni 2019 - 2,2 Milliarden Menschen weltweit haben nach einem Fortschrittsbericht der Vereinten Nationen keine sichere Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Die Jury war beeindruckt von dem Geschäftsplan, der einen Weg aufzeigt, die Situation in betroffenen Regionen zu verbessern. Das im Konzept beschriebene Filtersystem der Gymnasiasten besteht aus einem 20 Liter Wasser fassenden Behälter aus Hartplastik – die CleanCan. Zur Desinfektion wird UV-Licht genutzt. Die Schüler wollen einen UVC-Stab mit einer kurzwelligen Frequenz von 265 Nanometer verwenden, der das verunreinigte Wasser in wenigen Minuten entkeimt.

Die CleanCan funktioniert ohne Strom: Durch eine Kurbel, die gedreht werden kann, wird die UV-Lampe betrieben – sauberes Trinkwasser im Handumdrehen! Die Größe des Behälters sorgt zudem für eine verbesserte Transportmöglichkeit des Wassers. Denn viele Menschen müssen zum Teil weite Strecken zur nächsten Wasserversorgungsstelle zurücklegen und nutzen dafür häufig defekte oder instabile Behälter.

Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister und Schirmherr des Wettbewerbs, beglückwünscht die Schülerinnen und Schüler: „Ich gratuliere allen Teams zu ihrer tollen Leistung, ganz besonders dem Siegerteam LUVAQ. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler führt uns jedes Jahr vor Augen, wie viele kreative und wirtschaftlich sehr begabte junge Menschen wir in Deutschland haben. Unser Land braucht mutige und innovative Gründerinnen und Gründer und ich ermuntere die junge Generation, diesen Weg einzuschlagen.“

Umweltbewusste, nachhaltige und soziale Ideen

Bundesweit nahmen rund 3.500 Schülerinnen und Schüler in 824 Teams an der Spielrunde 2019 teil. Sie erstellten von Januar bis Mai einen fiktiven Businessplan inklusive Marketingstrategie und Finanzplan. Auffällig in diesem Jahr: Unter den zehn Siegerteams sind sechs Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen. Je ein Team kommt aus Bayern, Bremen, Baden-Württemberg und Hessen. Julia Schimonek, Projektleiterin des Deutschen Gründerpreises für Schüler, lobte die Herangehensweise der Jugendlichen im Businessplanwettbewerb. Sie zeige, dass die Generation Z aktuelle gesellschaftliche Themen reflektiert und sich kritisch mit ihnen auseinandersetze: „Insgesamt standen die Themen Nachhaltigkeit, Soziales und Umweltschutz bei den meisten Teilnehmern hoch im Kurs. Die Jugendlichen streben nicht nach maximalem Gewinn, sondern wollen als kreative Unternehmer von morgen die Welt ein bisschen besser machen“, so Schimonek.

Plätze zwei und drei gehen nach Bedburg und Minden

Das zeigt sich auch am Zweitplatzierten: Ein Schülerteam vom Silverberg-Gymnasium in Bedburg entwickelte Grinvite, ein soziales und nachhaltiges Netzwerk. Nutzerinnen und Nutzer können über die App mit ihrer Umgebung interagieren, um alles Erdenkliche zu teilen: Lokale Geheimtipps, Mitfahrgelegenheiten, Couchsurfing und gemeinsame Aktivitäten. Auch das Verschenken oder der Verleih von Alltagsgegenständen und Nahrungsmitteln ist möglich. Via App lässt sich zudem direkt Geld für einen guten Zweck an NGOs spenden.

Auf den dritten Platz kam das Team NieL vom Herder-Gymnasium Minden. Die fünf Schülerinnen und Schüler möchten mit einem modernen Freizeitzentrum voller spannender Kurse für junge Menschen der zunehmenden Digitalisierung etwas entgegensetzen, die Jugendlichen wieder mehr offline miteinander vernetzen und ihren Gemeinschaftssinn stärken.

Preise

Platz 1-5: Die Teams nehmen am Future Camp teil, ein individuell auf sie zugeschnittenes, viertägiges Management- und Persönlichkeitstraining auf Schloss Kröchlendorff in der Uckermark.

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Deutscher Gründerpreis für Schüler: (v.l.n.r.) Reshad Quarizida, Denise Conka, Simon Rödel, Amelie Ernst, Sebastian Kral vom Siegerteam Kabibe, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erlangen

Schüler erfindet Strom aus der Handyhülle und keiner merkt´s

Schüler müssen gefördert werden, daher veranstaltet der Deutsche Gründerpreis für Schüler alljährlich diesen Wettbewerb. Rund 78.500 Jugendliche ab 16 Jahren haben seit 1999 am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen. Die Teams der allgemein- oder berufsbildenden Schulen verwandeln in dem internetbasierten Wettbewerb ihre Ideen in fiktive Unternehmenskonzepte inklusive Businessplan und Marketingstrategie.

Nachwuchsgründer

Nachwuchsgründer an den Start!

Vier Monate Unternehmer spielen, eine fiktive Geschäftsidee erarbeiten und persönliche Stärken für die berufliche Zukunft weiterentwickeln – das bietet der Deutsche Gründerpreis für Schüler Jugendlichen ab 16 Jahren. Noch bis zum 15. Februar können sie sich zur Spielrunde 2016 anmelden.

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