Am von Torsten in kurz notiert geschrieben
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Förderprogramm

Mit „unternehmensWert: Mensch“ bis zu 8.000 Euro Förderung erhalten

„Ob Handwerk, Dienstleistungen, Industrie: Motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in allen Branchen zentraler Erfolgsfaktor … Für eine zukunftsträchtige Personalstrategie fehlt es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen oft an den nötigen Ressourcen.“ Und genau an diesem Punkt soll das neue Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ ansetzen.

Logo unternehmensWert: Mensch
© unternehmens-wert-mensch.de

Berlin, 12. Juni 2019 – In 11 Jahren soll die Zahl der erwerbsfähigen Personen um mehr als 5 Millionen sinken. Unternehmen haben heute bereits Probleme damit, qualifiziertes Personal zu finden und zu behalten. Diese Herausforderungen machen vor Existenzgründern oder Jungunternehmern nicht halt. Wie bereits eingangs erwähnt, fehlt es jedoch bei kleinen Unternehmen oft an den nötigen Ressourcen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat in Gemeinschaft mit dem Europäischen Sozialfonds daher das Programm „unternehmensWert: Mensch“ ins Leben gerufen.

Was ist unternehmensWert: Mensch?

Das Förderprogramm will kleinen und mittleren Unternehmen bei der Personalpolitik unterstützen. Ziel ist in erster Linie, gemeinsam eine „mitarbeiterorientierte Personalpolitik“ zu erarbeiten. Existenzgründer – die bereits ein Unternehmen gegründet haben – sollen befähigt werden, auf betriebliche Veränderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, angemessen zu reagieren. Ein weiteres Ziel ist, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der sowohl eine Fachkräftegewinnung, als auch eine Fachkräftebindung möglich ist.

Voraussetzungen: Wer wird gefördert?

Grundsätzlich werden nur Selbstständige und Unternehmer gefördert, die bereits mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeit angestellt haben. Auch muss das Unternehmen seit mindestens 2 Jahren bestehen. Als Zielgruppe kommen daher nicht die „echten“ Existenzgründer in Frage (je nachdem, wie weit man diesen Begriff dehnt), sondern eher Jungunternehmer. Aber auch die „alten Hasen“ können vom Programm unternehmensWert: Mensch profitieren. Weitere Voraussetzungen sind:

  • Sitz und Arbeitsstätte in Deutschland
  • Jahresumsatz kleiner 50 Millionen Euro oder Jahresbilanzsumme kleiner 43 Millionen Euro
  • Weniger als 250 Beschäftigte (In Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sogar nur weniger als 10 Beschäftigte)

Was wird gefördert?

Die interessierten Unternehmen erhalten ein maximal 10-tägiges Coaching. Die Kosten dafür werden vom Förderprogramm übernommen, abhängig von der Anzahl der Angestellten:

  • 1 bis 9 Beschäftigte → 80% der Beratungskosten werden erstattet
  • 10 bis 249 Beschäftigte → 50% der Beratungskosten werden erstattet
  • Das Coaching dauert maximal 10 Tage und kostet höchstens 1.000 Euro pro Tag

Die Restkosten werden vom Unternehmen selbst getragen.

Wie läuft das Programm ab?

Das Programm läuft in einem 3-stufigen Beratungsprozess ab: 1. Schritt: Erstberatung Im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung wird die Förderfähigkeit und der Veränderungsbedarf abgeklärt. Der Beratungsbedarf wird dabei in 4 Handlungsfelder aufgegliedert:

  • Personalführung
  • Chancengleichheit & Vielfalt
  • Gesundheit
  • Wissen & Kompetenz

Stellt sich heraus, dass das Unternehmen in den Kreis der Förderfähigen fällt, wird direkt im Anschluss der Beratungsscheck ausgestellt, der für den zweiten Schritt – die Prozessberatung – in Anspruch genommen werden kann. (Hier finden Sie eine Übersicht der Erstberatungsstellen in ganz Deutschland) 2. Schritt: Prozessberatung Das ist das Herzstück des Förderprogramms. Hier kommt ein Berater direkt ins Unternehmen und erörtert gemeinsam mit der Unternehmensführung, Mitarbeitern und ggf. der Mitarbeitervertretung Lösungsstrategien. Die maximale Anzahl von 10 Beratungstagen sollte nicht auf einen Ritt in Anspruch genommen werden, sondern kann in einem Zeitraum von 9 Monaten verteilt werden. 3. Schritt: Ergebnisgespräch 6 Monate nach Abschluss der Prozessberatung finden Erstberatungsstelle, Unternehmensführung und die Mitarbeitervertretung noch einmal zusammen, um die bisherigen Ziele und Ergebnisse zu erörtern. Es werden weitere Veränderungen angestoßen und Unterstützungsangebote besprochen.

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