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Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte

Krankenversicherung für Selbstständige - Änderung der Beitragsberechnung

Ab dem Jahr 2018 soll die Beitragsberechnung für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbstständige geändert werden. In Zukunft gilt ähnlich wie bei Strom und Gas, dass die Beiträge zur Krankenversicherung eine Vorauszahlung sind. Der endgültige Beitrag wird anhand des Einkommensteuerbescheids ermittelt. Zu viel gezahlte Beiträge enthält der Unternehmer zurück, zu wenig entrichtete Beiträge muss er nachzahlen.

Arzt misst Blutdruck
Die Krankenkassenbeiträge sollen sich zukünftig nach den realen Einkünften richten.
© Alterfines / pixabay.com

Berlin, 05. Juli 2017 - Ab dem 01. Januar 2018 soll sich die Beitragshöhe von freiwillig gesetzlich krankenversicherten Selbstständigen mehr an ihren tatsächlichen Einkünften ausrichten. Diese werden von den Mitglieder durch den Einkommensteuerbescheid nachgewiesen. Derzeit ist es so, dass der letzte Einkommensteuerbescheid über die Höhe der Beiträge zur Krankenversicherung entscheidet. Ob die Einkünfte in dem aktuellen Jahr dann höher oder niedriger ausfallen, spielt keine Rolle. Allerdings haben Selbstständige und Freiberufler in aller Regel keine festen und gleichbleibenden Einkünfte.

Krankenversicherungsbeiträge werden Vorauszahlung

Der Bundestag hat daher durch das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz beschlossen, dass in Zukunft die Beiträge zur Krankenversicherung anhand der tatsächlichen Einkünfte berechnet werden. Zunächst zahlt der Unternehmer wie bisher anhand des letzten Steuerbescheids Krankenversicherungsbeiträge. Dieses Mal allerdings als Vorauszahlung.

Im Anschluss wird für das betreffende Jahr ebenfalls anhand des Steuerbescheids geprüft, ob die Beiträge zu hoch oder zu niedrig waren. Waren sie zu hoch, erhält der Selbstständige Beiträge erstattet, waren sie zu niedrig, muss er nachzahlen.

Das Gründerlexikon ist der Meinung, dass es sich zwar hier zwar um einen Schritt in mehr Fairness handelt. Allerdings müsste die Mindestgrenze für die Beitragsberechnung fallen oder wesentlich tiefer angesetzt werden. Das würde freiwillig Versicherte wesentlich mehr entlasten. Derzeit liegt die Mindestgrenze bei etwas mehr wie 2.300 Euro monatlich für hauptberuflich Selbstständige.

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freiwillig gkv versichert

Freiwillig in der GKV versichert: Unternehmer sollten jetzt schnell handeln!

Bei Selbstständigen und Freiberuflern, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, werden die Beiträge in den meisten Fällen anhand des aktuellen Steuerbescheids berechnet. Doch in einigen Fällen darf die Krankenkasse die Beiträge rückwirkend auch erhöhen oder senken.

Krankenversicherung für Selbstständige

Mindestbeiträge zur Krankenversicherung sollen auf die Hälfte sinken

Das Bundesministerium für Gesundheit hat vergangene Woche den Entwurf für ein “Gesetz zur Beitragsentlastung der Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung” vorgelegt. Vorgesehen ist unter anderem, dass der Mindestbemessungsbetrag für Selbstständige auf 1.142 Euro halbiert werden soll. Für viele Selbstständige ergibt sich damit eine Halbierung der Krankenkassenbeiträge von derzeit 420 Euro auf 210 Euro im Monat.

Mann beim Arzt

Mehr Gerechtigkeit bei Krankenkassenbeiträgen: AOK nennt das Entlastung von Selbstständigen

Selbstständige, die als Kleinunternehmer agieren, können sich immer häufiger keine Krankenkassenbeiträge mehr leisten. Grund ist ist, dass Unternehmer den Kassenbeitrag komplett selbst zahlen müssen. Und der liegt derzeit bei mindestens 325,- Euro monatlich zzgl. Zusatzbeiträgen. Einige Bundesländer wollen daher einen Einkommensabhängigen Beitrag einführen - ohne Untergrenze.. Doch eine Lösung ist nur schwer zu erreichen.