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FAQ

Die häufigsten Fragen zur Existenzgründung

Diese Fragen werden bei der Existenzgründung immer wieder gestellt. Hier finden Leser des Gründerlexikons kurze und knackige Antworten dazu.

Männchen mit Fragezeichen
Fragen über Fragen.
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1. Muss ich mich bei einer selbstständigen Nebentätigkeit mit einer Krankenversicherung absichern?

Existenzgründer, die hauptberuflich arbeiten, ALG I oder Hartz 4 beziehen, müssen sich in ihrer selbständigen Nebentätigkeit nicht krankenversichern. Das gilt, solange die Nebentätigkeit oder das Nebengewerbe von der wirtschaftlichen Bedeutung her untergeordnet ist und der zeitliche Aufwand unter 18 Wochenstunden bleibt.

2. Ich will mich nebenberuflich selbstständig machen, muss ich meinen Chef informieren?

Das Grundgesetz billigt jedem Deutschen das Recht auf freie Berufswahl zu. Solange man seinem Arbeitgeber keine Konkurrenz macht, ist die Erlaubnis vom Chef nicht notwendig. Natürlich sollte der Jungunternehmer seine Pflichten, dem Arbeitgeber gegenüber, nicht vernachlässigen. Wer während seines Urlaubs oder einer Krankschreibung arbeitet gefährdet seinen Arbeitsplatz ohnehin.

3. Muss ich die Krankenkasse über meine Nebentätigkeit informieren?

Der § 206 SGB V sagt aus, das derjenige, der versichert ist oder als Versicherter in Betracht kommt Änderungen der Verhältnisse unverzüglich der Krankenversicherung mitteilen muss.

4. Kann ich als nebenberuflich Selbstständiger Personal einstellen?

Stellt ein Existenzgründer einen Arbeitnehmer ein, der mehr als nur geringfügig in seinem Betrieb beschäftigt ist, gilt der Gründer grundsätzlich als hauptberuflich selbständig.

5. Was ist ein Kleinunternehmer?

Ein Kleinunternehmer ist ein Unternehmer. Dieser Unternehmer nimmt umsatzsteuerrechtlich eine Sonderregelung in Anspruch.

6. Wie werden meine Ausgaben bei der Kleinunternehmerregelung berücksichtigt?

Einfache Antwort: Gar nicht! Bei der Beurteilung, ob ein Unternehmer umsatzsteuerrechtlich als Kleinunternehmer gilt, kommt es nur auf die Einnahmen des entsprechenden Jahres an. Bei der Höhe der steuerlichen Belastung, werden die Betriebsausgaben natürlicb berücksichtigt.

7. Wie kann ich mich als Kleinunternehmer anmelden?

Gründer können aus ihrer Umsatzprognose ableiten, dass ihre Einnahmen unter 17.500,- EUR im Jahr bleiben. Daher können sie beim Ausfüllen des steuerlichen Erfassungsbogens gleich bei der Kleinunternehmerregelung die entsprechenden Kreuze machen.

8. Muss ich ein Kleinunternehmer sein?

Liegen die Einnahmen unter 17.500,- EUR hat jeder Gründer bzw. Unternehmer das Wahlrecht zwischen der Regelbesteuerung und der Kleinunternehmerregelung zu optieren.

9. Ab wann bin ich kein Kleinunternehmer mehr?

Liegen die Einnahmen des Vorjahres unter 17.500,- EUR und die voraussichtlichen Einnahmen des laufenden Jahres unter 50.000,- EUR kann die Kleinunternehmerregelung weiter angewendet werden. Sobald die Grenzen überschritten werden, muss ab der ersten Rechnung des Jahres Umsatzsteuer ausgewiesen und an das Finanzamt abgeführt werden.

10. Soll ich mein Gewerbe zum Jahresende oder zum Jahresanfang anmelden?

Gerade zum Jahreswechsel stellen sich viele Gründer diese Frage. Beide Varianten müssen auf ihre Vor- und Nachteile hin, gut durchdacht werden.

11. Ich will mich selbstständig machen, wo muss ich mich überall anmelden?

Das ist eine der häufigst gestellten Fragen in unserem Forum. Im folgenden Artikel haben wir die Reihenfolge und die einzelnen Behörden bzw. Institutionen aufgelistet.

12. Muss ich ein Geschäftskonto eröffnen?

Für Existenzgründer gibt es keine Pflicht, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Für den großen Teil der Gründer ist es jedoch ratsam, sich ein Geschäftskonto einzurichten. Mit der Führung des Geschäftskontos wird eine saubere Trennung zwischen den privaten und geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben erreicht.

13. Kaufmann oder Gewerbebetreibender, Unternehmer oder Firma, welcher Name ist der richtige?

Der Kaufmann hat einen Namen oder das Unternehmen eine Firma? Im folgenden Beitrag klären wir den Begriffe-Wirrwarr

14. Gewerbeanmeldung

Wann muss ein Gewerbe angemeldet werden, wer muss ein Gewerbe anmelden und was ist bei der Anmeldung zu beachten?

15. Vorweggenommene Betriebsausgaben

Welche Ausgaben aus der Vorgründungsphase zählen zu den vorweggenommenen Betriebsausgaben? Wie wichtig ist der wirtschaftliche Zusammenhang? Was passiert mit diesen Ausgaben, wenn es nicht zur Gründung kommt?

16. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Der steuerlicher Erfassungsbogen, welche Daten müssen Existenzgründer angeben.

17. Was muss ein Existenzgründer bei einem zusätzlichen Minijob beachten?

Der folgende Artikel beleuchtet verschiedene Konstellationen der nebenberuflichen Selbständigkeit

18. So unterscheidet sich der Freiberufler vom Gewerbebetriebenden

Die Einstufung als Freiberufler oder Gewerbetreibender hat nicht nur Auswirkungen auf die Gewerbesteuerpflicht

19. Wann ist ein Unternehmer scheinselbstständig?

Der Unterschied zwischen Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit lässt sich durch verschiedene Merkmale und Kriterien abgrenzen.

20. Wann muss ich eine Steuererklärung abgeben?

Vielen Gründern stellt sich nach dem aufregenden und arbeitsintensiven Start in die Selbständigkeit die Frage, bis wann welche Steuererklärung abgegeben werden muss. Im folgenden schlüsseln wir die einzelnen Steuerarten auf.

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Landkarte Europas

Die Kleinunternehmerregelung im grenzüberschreitenden Handel

In den meisten EU-Staaten existieren Regelungen zur Kleinunternehmerregelung. Häufig kann ein Kleinunternehmer aus Deutschland die Regelungen anderer Länder nicht in Anspruch nehmen, da die allermeisten dort keine Betriebsstätte haben. Kleinunternehmer, die aus dem EU-Ausland Waren beziehen, müssen daher oft dennoch hierzulande Umsatzsteuer abführen. Umsätze, die ins EU-Ausland gehen, werden nicht zur Grenze für Kleiunternehmer angerechnet.

unternehmerische Vorbereitungen für die Existengründung

Vorbereitungshandlungen begründen Beginn der Kleinunternehmertätigkeit

Unternehmer die im Gründungsjahr zwar keine Umsätze haben, aber dennoch die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen wollen, können dies durch Vorbereitungshandlungen tun. Das sollte jedoch gut dokumentiert werden. Der Vorteil: Im darauffolgenden Jahr, indem die unternehmerische Tätigkeit so richtig startet, steht die Umsatzgrenze von 50.000 Euro zur Verfügung.

Arzt mit Blutdruckmessgerät

Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse ab 2019 halbiert

Der deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf zum Versichertenentlastungsgesetz angenommen. Damit ergeben sich bei Angestellten ab dem Jahr 2019 deutliche Entlastungen. Die aus Sicht des Gründerlexikons wichtigen Änderungen betreffen jedoch auch Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind. Denn hier sinkt der monatliche Mindestbeitrag zur GKV um mehr als 50 Prozent.