Am von Ruben in Bücherregal geschrieben und am 08.11.2019 um 10:54 aktualisiert
Krisenerkennung und -vorbeugung

Insolvenz verhindern - Daran scheitern Unternehmen typischerweise

Torsten Montag, Inhaber des Gründerlexikons, hat mit Tobias Dazenko, einem der Gründer des Startups TobyRich, ein Interview geführt. Obwohl Tobias und Ulrich mit ihrem Unternehmen erfolgreich sind, haben sie doch eine Menge über Scheitern und Insolvenz verhindern gelernt. Gemeinsam haben sie eine Reihe von Gründen herausgefunden, woran es bei Unternehmern oft mangelt.

TobyRich
Links die beiden Gründer von TobyRich: Urlich und Tobias bei DHDL.
© TobyRich / www.tobyrich.de

Dingelstädt, 11. September 2017 - Das Startup TobyRich, vielen bekannt aus der Sendung “Die Höhle der Löwen”, hat es geschafft, ihre Idee auch in die Praxis umzusetzen. In ihrem kürzlich erschienen Buch “Geschichten eines Hardware Startups” gehen die beiden Gründer detailliert auf ihre eigenen Erfahrungen ein. Viele Vorstellungen, die vor allem junge Gründer haben, stellten sich als komplett falsch heraus. Es gibt viele Möglichkeiten und Gründe zum Scheitern. Im Interview haben Torsten vom Gründerlexikon und Tobias die wichtigsten herausgefiltert:

  1. Der Erfolg lässt viel länger auf sich warten als erhofft
  2. Zu wenig bzw. irrelevante Kontakte, zu wenig Know-how
  3. Crowdfunding ist nicht das Maß aller Dinge, hier sind die Erwartungen oftmals zu hoch
  4. Gründer konzentrieren sich zu sehr auf unwichtige Details, das Rad muss nicht neu erfunden werden
  5. Vorurteile bei der Produktion im Ausland
  6. Existenzgründer holen kaum Kostenvoranschläge ein und verhandeln zu wenig
  7. Im Vertrieb gibt es die größten Stolpersteine. Was viele nicht wissen: Vertrieb kommt vor Produktentwicklung!
  8. Unternehmer kennen nicht die Margen ihrer Vertriebspartner
  9. Absatz im E-Commerce wird deutlich überschätzt
  10. Gründer schalten zu wenig zielgerichtete Werbung
  11. Keine Expertise und Erfahrungen in Bezug auf Finanzierungen
  12. Fehlende Eintragungen in Patentämtern etc.

Das sind natürlich nur einige der Gründe, woran Unternehmer typischerweise scheitern. Fakt ist auch, je größer das Unternehmen werden soll, umso mehr Hürden gilt es zu überwinden. An dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank an Tobias für das Interview. Im TobyRich Blog geht es dann konkreter um das Produkt der beiden: Das App gesteuerte Flugzeug. Außerdem erfahren Leser dort immer das Neueste aus der Welt der Drohnen.

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Fazit: Herausforderungen werden kommen, entscheidend ist, wie Unternehmer damit umgehen

Dass es Herausforderungen geben wird, ist ganz klar. Und manche mögen auch so groß erscheinen, dass der Unternehmer geneigt sein wird, einfach hinzuschmeißen. Doch dazu muss es nicht immer kommen. Neben den schon hier genannten Tipps, erhalten Selbstständige im Bereich Krisenerkennung und -vorbeugung umfangreiche Informationen und Hilfsmittel, um rechtzeitig gegenzusteuern.

Und wenn wirklich gar nichts mehr geht, dann kann vielleicht Hilfe von außen, wie firmenretter.de, noch das Ruder rumreißen. Das ist allemal besser, als eine vielleicht geniale Geschäftsidee aufgeben zu müssen.

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Aktenstapel im Büro

GoBD 2019: Was ändert sich, was bleibt?

Viele Existenzgründer überlassen ihre Buchhaltung lieber einem Experten. Aber damit gehen sie nicht unbedingt auf Nummer Sicher. Wenn das Finanzamt Fehler in der Steuererklärung entdeckt, haftet allein der Geschäftsführer. Deshalb sollte jeder Unternehmer die wichtigsten Vorschriften für die Buchführung kennen. Dazu hat das Bundesfinanzministerium 2019 neue GoBD-Regelungen veröffentlicht.

Hand liegt auf 5 Sternebewertungen

Das heiße Geschäft mit gekauften Google oder Amazon Bewertungen

Authentische Bewertungen von Nutzern bzw. Kunden bilden mittlerweile die Grundlage für den Kaufprozess. Wer bei Amazon zu einem Produkt überwiegend negatives Feedback findet, wird sich vermutlich nicht für das Angebot entscheiden. Genau das Gleiche gilt auch in die andere Richtung. Viele positive Bewertungen führen eher zum Kauf. Unsere Redaktion ist diese Woche auf Portale gestoßen, welche solche Google-Bewertungen gegen kleines Entgelt anbieten.

Screenshot www.statistik.thüringen.de

Landesämter für Statistik drohen mit Zwangsgeldern

Unternehmer müssen nach Aufforderung ihres zuständigen Landesamtes für Statistik einen statistischen Fragebogen online ausfüllen. Wer sich dagegen wehrt, wird sehr schnell mit Zwangsgeldern und ähnlichen bürokratischen Dingen konfrontiert.

Brief vom Landesamt für Statistik

Thüringer Landesamt für Statistik verweigert Interview

Gelegentlich erhalten Unternehmer Post von ihrem Landesamt mit der Bitte um einige Angaben zu ihrem Unternehmen, wie Einkünfte usw. Angeblich sollen die Inhalte lediglich für statistische Zwecke dienen. Was viele nicht wissen: Wer die Angaben nicht liefert, muss mit Zwangsgeldern rechnen. Der Weg zum “gläsernen Unternehmer” ist damit frei.

ProtectPads bei Die Höhle der Löwen

Protect Pads bekommt Angebot, wir verlieren unsere Wette

Jill Audrit und Adel Adrovic, beide parlamentarische Mitarbeiter im Luxemburger Parlament, haben zu Hause ein Problem: zerkratzte Fußleisten sowie Schrammen und Schleifspuren an Möbeln, die durchs Staubsaugen entstanden sind. Die Lösung: ProtectPads, die man an jedem Staubsauger anbringen kann. Nun benötigen sie eine Investition und versuchen über einen Pitch in “Die Höhle der Löwen” an Gelder zu kommen.

Datenschutz beim Adresshandel DSGVO

DSGVO: Wo bleibt der Datenschutz beim Adresshandel

Seit dem 4. Mai 2016 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten und ab dem 25. Mai 2018 ist sie zwingend anzuwenden. Bedeutet das das endgültige Aus für den Adresshandel, der damit sein Listenprivileg verliert? Nein, denn auch in der DSGVO wird Direktmarketing als berechtigtes Interesse beschrieben. Sicher gehen kann man nur mit Firmenadressen.