Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
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Betriebsprüfer greifen durch

Rechnung: Vorsteuerabzug nur bei exakter Leistungsbeschreibung

Beinhaltet eine Rechnung keine konkrete oder eindeutige Leistungsbeschreibung, ist ein Vorsteuerabzug auch nicht möglich. Das entschied nun das Finanzgericht Hamburg und bekräftigte damit schon vorangegangene Urteile der vergangenen Jahre.

Finanzamt hält Hand auf
Das Finanzamt hält bei Unternehmern gern die Hand auf. Vor allem Rechnungen werden häufig angezweifelt.
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Hamburg, 09. November 2017 - Stellt ein Unternehmen eine Rechnung aus, hat der Gesetzgeber genaue Vorgaben für eine korrekte Ausstellung der Rechnung. Unter anderem muss diese die Anschrift, Steuer- und Rechnungsnummer sowie eine eindeutige Leistungsbeschreibung enthalten. Ist dem nicht so, ist man auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Ein aktuelles Urteil des Finanzgerichtes Hamburg (Urteil vom 27.06.2017, Az. 2 K 214/16) bestätigt dies nun.

Nur bei genauer Leistungsbeschreibung Anspruch auf Vorsteuer

Geklagt hatte ein Transportunternehmen, das eine Berücksichtung von Vorsteuern aus Eingangsrechnungen seiner Subunternehmer einforderte. Bei insgesamt 27 Rechnungen machte der Kläger, in dem Fall eine Personengesellschaft, für das 4. Quartal 2014 und für das 1. Quartal 2015 einen Vorsteuerbetrag geltend. Auf den Rechnungen fand man unter den Leistungsbeschreibungen lediglich „Tagestouren Hamburg und Umland, pauschal“. Außerdem besaßen die Rechnungen unterschiedliche Layouts.

Schon diese formellen Mängel ließen den Betriebsprüfer zweifeln, sodass ein Vorsteuerabzug nicht möglich sei. Zudem stellte man fest, dass unter der angegebenen Rechnungsadresse keine Firmensitze der Subunternehmer zu finden sind. Deshalb kamen Zweifel auf, ob überhaupt ein Leistungsaustausch stattgefunden habe.

Gericht regelt genaue Angaben

Das Finanzgericht setzte somit fest, dass in diesem Fall eine genaue Auflistung der gefahrenen Touren, das Datum der Fahrten und eine genaue Inhaltsbeschreibung der Touren vorhanden sein muss, damit der Vorsteuerabzug geltend gemacht werden kann. Unternehmer müssen daher auch die eingehenden Rechnungen genau prüfen, zum Beispiel  anhand einer Vorlage für Rechnungen.

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rückwirkende rechnungsberichtigung

Vorsteuerabzug: Rückwirkende Rechnungsberichtigung möglich

Wenn das Finanzamt den Vorsteuerabzug versagt, weil eingehende Rechnungen nicht korrekt sind, kann das einem Unternehmer viel Geld kosten. Vor allem, wenn sich die Rechnungen über mehrere Jahre angesammelt haben. In einem aktuellen Fall hat der EuGH entschieden, unter welchen Umständen eine rückwirkende Rechnungsberichtigung möglich ist.

Vorsteuerabzug nachträglich korrigieren

Rechnung ohne Leistungsempfänger rückwirkend berichtigen?

Eine Rechnung, die keine klaren Angaben zum Leistungsempfänger macht, sprich keine Empfängerdaten aufweist, kann nicht rückwirkend geändert werden. Das entschied das FInanzgericht Baden-Württemberg im vergangenen Jahr. Das wiederum bedeutet auch, dass der Vorsteuerabzug ebenfalls nicht rückwirkend geändert werden kann.

Lieferdatum ist nicht gleich Rechnungsdatum

FG Hamburg: Lieferdatum = Rechnungsdatum - ab sofort ungültig!

Unternehmer sollten im eigenen Interesse darauf achten, dass die Rechnungen ihrer Einkäufe korrekt sind. Denn nur dann haben sie die Möglichkeit, auch den Vorsteuerabzug gegenüber dem Finanzamt geltend zu machen. Man könnte meinen, dass es ja nicht so schwer sei, eine korrekte Rechnung auszustellen. Doch immer wieder kommt es zu Streitigkeiten mit dem Finanzamt.