Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
Reisekosten

Erhöhung der Verpflegungsmehraufwendungen für betrieblich bedingte Reisen 2020

Das Bundesministerium der Finanzen ändert jährlich die Sätze bzw. Pauschalen, die Selbstständige für betrieblich bedingte Reisen ansetzen können. Dazu veröffentlicht das Ministerium eine Übersicht. Insbesondere die Verpflegungsmehraufwendungen wurden für das Jahr 2020 erhöht.

Verplfegungsmehraufwendungen 2020
Die Verpflegungsmehraufwendungen wurden zwar erhöht, aber für einen teuren Restaurantbesuch reicht's nicht.
© Free-Photos / pixabay.com

Berlin, 25. Februar 2020 – Wenn Unternehmer mehr als 8 Stunden von ihrer ersten Betriebsstätte entfernt sind, dann dürfen sie die Aufwendungen, die damit in Verbindung stehen, als Betriebskosten ansetzen. Allerdings gelten dabei gewisse Regelungen. So dürfen zum Beispiel nicht einfach alle Mahlzeiten als Betriebsausgaben angesetzt werden, sondern es gelten diverse Pauschalen. Die sogenannten Verpflegungsmehraufwendungen legt das Bundesministerium der Finanzen jedes Jahr neu fest. Es gelten dabei Pauschalen für das Inland und für das Ausland.

Für das Jahr 2020 wurden von Seiten des Ministeriums folgende Änderungen bzw. Erhöhungen vorgenommen:

  • Abwesenheit zwischen 8 und 24 Stunden (ohne Übernachtung): von 12 Euro auf 14 Euro
  • Bei Abwesenheit von mehr als 24 Stunden: von 24 Euro auf 28 Euro
  • Für die An- und Abreisetage: von 12 Euro auf 14 Euro

Mit diesen Pauschsätzen werden die Kosten des Unternehmers für Mahlzeiten abgegolten. Die tatsächlichen Kosten darf er dabei nicht als Betriebsausgaben absetzen. Die hier genannten Pauschsätze gelten im Übrigen nur für das Inland. Unternehmer, die betrieblich bedingte Reisen ins Ausland unternehmen, müssen andere Pauschsätze ansetzen. Das Ministerium veröffentlicht diese ebenfalls jährlich neu. Die Übersicht für 2020 ist hier zu finden: Steuerliche Behandlung von Reisekosten bei betrieblich bedingten Auslandsreisen.

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Übrigens: Um das Ganze etwas zu verkomplizieren, müssen die o.g. Pauschsätze auch noch angepasst (reduziert) werden, wenn der Unternehmer zum Beispiel im Hotel Mahlzeiten gereicht bekommt.

Achtung: Bei Übernachtungen gelten nur die tatsächlichen Kosten

In der Tabelle des Finanzministeriums gibt es eine Spalte „Pauschbetrag für Übernachtungskosten“. Diese gilt aber nur für Arbeitnehmer, die beruflich bedingte Auslandsreisen unternehmen. Für den Selbstständigen gelten diese Pauschbeträge nicht. Er darf nur die tatsächlich entstandenen Kosten ansetzen. Das gilt unabhängig, ob die Reise im In- oder Ausland stattfindet.

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass Unternehmer betrieblich bedingte Reisen, vor allem ins Ausland, unbedingt gut belegen sollten. Gerade hier setzen Finanzämter bei einer Betriebsprüfung gern an.

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