Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben und am 05.02.2020 um 16:42 aktualisiert
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Bürokratie

Diese Akten dürfen Unternehmen ab dem 01.01.2017 vernichten

Trotz Digitalisierung kommen jedes Jahr immer mehr Akten und Dokumente hinzu. Was muss ein Unternehmer wie lange aufbewahren? Oder besser ausgedrückt: Welche Unterlagen darf ein Unternehmer ab dem 01. Januar 2017 vernichten? Und wann beginnt überhaupt die Aufbewahrungspflicht?

Aktenvernichtung
© Hans / pixabay.com

Dresden, 29. Dezember 2016 - Nächste Woche ist bereits 2017. Der eine oder andere Selbstständige nutzt die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr um das Büro aufzuräumen. Welche Unterlagen dürfen ganz konkret ab dem 01. Januar 2017 vernichtet werden? Gemäß § 147 AO gibt es nur 2 Zahlen die sich ein Unternehmer merken muss: 6 und 10 Jahre.Die Aufbewahrungsfristen gelten sowohl für digitale als auch für physisch vorliegende Dokumente. Doch wann beginnt die Aufbewahrungsfrist? Meistens am Ende des Jahres, auf das sich die Akten beziehen. Wurde beispielsweise eine Rechnung in 2010 ausgestellt, so beginnt die Aufbewahrungsfrist am 31. Dezember 2010. Das trifft aber nicht auf alle Unterlagen zu. Ein Jahresabschluss kann frühestens erst im Folgejahr durchgeführt werden. Daher beginnt die Aufbewahrungsfrist in diesem Fall später. Beispiel: Der Jahresabschluss für 2005 wird 2006 fertiggestellt. Daher beginnt die Aufbewahrungsfrist hier erst am 31. Dezember 2006. Wird der Jahresabschluss noch später fertiggestellt, verschiebt sich der Beginn (und damit auch das Ende) der Aufbewahrungsfrist. Mehr zum Thema Aufbewahrungsfristen in der GründerCheckliste.

Übersicht, was 2017 vernichtet werden darf

Die folgende Übersicht bezieht sich darauf, was wann frühestens vernichtet werden darf, so akademie.de. Wie oben erläutert, muss der Unternehmer unbedingt darauf achten, wann der letzte Eintrag im jeweiligen Dokument vorgenommen wurde. Selbstverständlich sind auch wir nicht unfehlbar. Die Übersicht dient als Richtlinie und hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Im Zweifelsfall sollten Unternehmer vor einer größeren Aktenvernichtung mit dem Steuerberater oder dem Finanzamt Rücksprache halten.

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Unterlagen / Dokumente / Akten Am 01.01.2017 zu entsorgende Unterlagen von:

  • Abrechnungsunterlagen2006 
  • Abschlussbuchungsbelege2006
  • Abschlusskonten2006
  • Abschlussrechnungen2006
  • Abschreibungsunterlagen2006
  • Aktenvermerke2010
  • Änderungsnachweise der EDV-Buchführung2006
  • Angebote (versandte und erhaltene)2010
  • Anhang (zum Jahresabschluss)2006
  • Anlagenverzeichnis2006
  • Arbeitsanweisungen2006
  • Auftragsbestätigungen (versandte und erhaltene)2010
  • Ausgangsrechnungen2006
  • Auszahlungsbelege2006
  • Bankbelege2006
  • Belege2006
  • Bestellungen (erhaltene und versandte)2010
  • Betriebsabrechnungsbögen2006
  • Betriebskostenabrechnung (ohne Buchuchsbelege)2010
  • Betriebskostenrechnungen2006
  • Betriebsprüfungsberichte2010
  • Bewirtungsunterlagen2006
  • Bilanzen usw.2006
  • Bons2006
  • Buchführungsunterlagen2006
  • Buchungsanweisungen2006
  • Buchungsunterlagen2006
  • Darlehensunterlagen (nach Vertragsablauf)2010
  • Datensicherungen2006
  • Debitorenkonten /-listen2006
  • Depotauszüge (Soweit nicht Inventare)2006
  • EDV-Journal2006
  • Einfuhrunterlagen2010
  • Eingangsrechnungen2006
  • Einzahlungsbelege2006
  • Fahrtenbücher2006
  • Finanzberichte2010
  • Frachtunterlagen2010
  • Gebrauchsmusterunterlagen2010
  • Gehaltsabrechnungen2006
  • Geschäftsberichte2006
  • Geschäftsbriefe (Außer Rechnungen und Gutschriften)2010
  • Geschenknachweise2010
  • Gewerbesteuerunterlagen2010
  • Gewinn- und Verlustrechnungen2006
  • Grundbuchauszüge2006
  • Handelsbriefe (Außer Rechnungen und Gutschriften)2010
  • Handelsbücher2006
  • Handelsregisterauszüge2010
  • Inventare2006
  • Investitionsunterlagen /-abrechnungen2010
  • Jahresabschlüsse2006
  • Journale2006
  • Kassenbücher, -berichte, - blätter2006
  • Kassenzettel (Buchungsunterlagen)2006
  • Kassenzettel (die keine Buchungsbelege sind)2010
  • Kaufverträge2010
  • Kostenvoranschläge2010
  • Ladescheine2006
  • Leasingunterlagen2010
  • Lieferscheine2006
  • Lohnbelege2006
  • Mahnbescheide2010
  • Mahnungen2010
  • Materialabrechnungen2006
  • Materialentnahmescheine2010
  • Mietunterlagen (nach Vertragsablauf)2010
  • Nachnahmebelege2006
  • Organisationsunterlagen der (EDV-) Buchführung2006
  • Pachtunterlagen (nach Vertragsablauf)2010
  • Preislisten2010
  • Preisvereinbarungen2010
  • Privatentnahmebelege2006
  • Prüfungsberichte2006
  • Quittungen2006
  • Rechnungen2006
  • Reisekostenabrechnungen (für Angestellte und Unternehmer)2006
  • Repräsentationskosten /-aufwendungen2006
  • Sachkonten2006
  • Schecks2010
  • Schriftwechsel2010
  • Spendenbscheinigungen2006
  • Steuerbescheide, -erklärungen2006
  • Stornobelege2006
  • Telefonkostennachweise2006
  • Überstundenlisten2010
  • Überweisungsbelege2006
  • Umsatzsteuervoranmeldungen2006
  • Verbindlichkeiten (Zusammenstellungen)2006
  • Verkaufsbücher2006
  • Vermögensverzeichnis2006
  • Verrechnungskonten2006
  • Versicherungspolicen2010
  • Verträge2010
  • Vollmachten (Urkunden)2010
  • Warenabgabescheine2010
  • Warenbestandsaufnahmen2006
  • Werbegeschenknachweise2006
  • Werbekosten (Belege)2006
  • Zahlungsbelege2006
  • Zollbelege2010

Fragen Sie zur Sicherheit Ihren Steuerberater, bevor Sie irgend etwas verichten, was noch heile bleiben sollte.

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Hand liegt auf 5 Sternebewertungen

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