Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben und am 12.08.2019 um 12:55 aktualisiert
Entbürokratisierung

Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine fällt weg

Im Rahmen des Zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes wurde unter anderem auch die Aufbewahrungsfrist für Lieferscheine deutlich reduziert: Praktisch gibt es keine mehr. Mit Erhalt oder Versand der Rechnung endet die Aufbewahrungsfrist. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Lieferschein gleichzeitig als Buchungsbeleg genutzt wird. Dann gelten die regulären Aufbewahrungsfristen.

Postbote
Und weg damit...
© Stefan Bayer / pixelio.de

Berlin, 23. Juni 2017 - In den letzten Artikeln haben wir mehrfach auf Änderungen im Rahmen des Zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes hingewiesen. Überwiegend wurden Betragsgrenzen erhöht, wodurch Unternehmer mit weniger Bürokratie konfrontiert sind. Eine weitere Änderung ist die Verkürzung der Aufbewahrungspflicht von Lieferscheinen. Sofern sie nicht als Buchungsbeleg genutzt werden, endet ihre Aufbewahrungspflicht mit Erhalt bzw. Versand der Rechnung. Der Bundesrat hatte sich zunächst dagegen gesträubt. Man argumentierte, dass mit Hilfe von Lieferscheinen Steuerbetrug bei Bargeschäften leichter aufgedeckt werden können. Außerdem sind Lieferscheine ohnehin oftmals Bestandteil einer Rechnung, sodass sich keine Entlastung für Unternehmer ergeben würde. Doch letztlich stimmte auch der Bundesrat den Änderungen zu.

Bisher müssen Lieferscheine auch dann aufbewahrt werden, wenn alle Angaben auch der Rechnung entnommen werden können. Die Aufbewahrungsfrist betrug 6 bzw. 10 Jahre. Doch das fällt nun weg. Sofern der Inhalt auch auf der Eingangs- bzw. Ausgangsrechnung dokumentiert ist, besteht keine Pflicht mehr zur Aufbewahrung von Lieferscheinen.

Tipp: Gibt es auf der Rechnung einen Hinweis oder Verweis auf den Lieferschein, so wird der Lieferschein automatisch Bestandteil der Rechnung. Damit greift wieder die ursprüngliche Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren, da es sich damit um einen Buchungsbeleg handelt. So hat ein Lieferschein auszusehen!

vg wort pixel
Aktenstapel im Büro

GoBD 2019: Was ändert sich, was bleibt?

Viele Existenzgründer überlassen ihre Buchhaltung lieber einem Experten. Aber damit gehen sie nicht unbedingt auf Nummer Sicher. Wenn das Finanzamt Fehler in der Steuererklärung entdeckt, haftet allein der Geschäftsführer. Deshalb sollte jeder Unternehmer die wichtigsten Vorschriften für die Buchführung kennen. Dazu hat das Bundesfinanzministerium 2019 neue GoBD-Regelungen veröffentlicht.

römische Statue der Gerechtigkeit

Gesetzliche Änderungen 2020

Das neue Jahr bringt wieder einige Gesetzesänderungen und Neuheiten mit sich. Egal ob die Post ihr Porto erhöht, sich Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung oder andere steuerliche Grenzen ändern. Hierbei können Selbstständige schnell den Überblick verlieren. Besonders als Jungunternehmer fehlt oft die Zeit, sich ausreichend mit den Neuerungen auseinanderzusetzen.

Mann beim Bäcker

Anhebung der Grenze für Kleinbetragsrechnungen auf 250 Euro

Rückwirkend zum 01. Januar 2017 wurde durch die Verabschiedung des zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes die Grenze der Kleinbetragsrechnungen auf 250 Euro angehoben. Mitte Mai stimmte auch der Bundesrat dem Gesetzesentwurf zu. Für Unternehmer bedeutet das ein geringeres Maß an Bürokratie.

Wegen Corona ins Home Office

Wegen Corona ins Home-Office: So gelingt der Einstieg

Durch die “Corona-Krise” sind viele Unternehmen plötzlich gezwungen ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Die meisten Firmen und Angestellten sind jedoch gar nicht darauf vorbereitet. Doch wie gelingt der Einstieg ins Home-Office für den Chef und für die Angestellten? Auch Selbstständige und Freiberufler haben jetzt viele Fragen. Hier gibt's die Antworten.

Kreditkarte im Terminal

Händler dürfen keine Gebühren mehr für Zahlungen mit Kreditkarte verlangen

Wenn Kunden mit ihrer Kreditkarte zahlen, muss der Unternehmer eine Gebühr an den Betreiber des Zahlungsterminals entrichten. Gerade im Online Handel versuchen Unternehmer die zusätzlichen Gebühren bei Kreditkartenzahlungen auf den Kunden zu wälzen. Eine EU-Richtlinie verbietet ab 2018 jedoch Zusatzgebühren für gängige Zahlungsmittel. Darunter zählen auch Kreditkarten.

Im Büro vor dem Kopierer

Auch die Kopie einer Rechnungskopie ist eine Kopie der Rechnung

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, das im Umsatzsteuer-Vergütungsverfahren auch die Kopie einer Rechnungskopie ausreichend ist. Sprich, auch die Kopie einer Rechnungskopie ist eine Kopie.