Zuschuss für Beratung bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit

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Existenzgründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig machen wollen, können ab 1. Oktober 2008 mit einem neuen Zuschuss rechnen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat dem Gründercoaching Deutschland einen neuen Baustein, den Zuschuss für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, hinzugefügt. Nur Gründer, die entweder Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld erhalten, sind förderfähig.

1. Wer hat Anspruch auf diesen Zuschuss?

Dieser Zuschuss wird Existenzgründern innerhalb des ersten Jahres für in Anspruch genommene Expertenhilfe gezahlt. Das bedeutet bei einer Gründung zum 15.01.09, kann dieser Zuschuss bis zum 14.01.10 beantragt und in Anspruch genommen werden.

2. Wie hoch ist der Zuschuss?

Das Beratungshonorar des Experten darf max. 4.000 EUR betragen. Davon werden 90% das entspricht 3.600 EUR als Zuschuss gewährt. Die restlichen 10% gleich 400 EUR muss der Gründer selbst tragen.

3. Wo muss der Antrag gestellt werden?

Den Antrag muss der Jungunternehmer bei seinem zuständigen Regionalpartner, i.d.R. ist das die zuständige IHK oder Handwerkskammer, stellen.

4. Wie kommt der Antrag zur KfW?

Der Existenzgründer stellt dem Regionalpartner der KfW seine Geschäftsidee vor. Dieser prüft ab, ob die Fördervoraussetzungen eingehalten worden sind. Wenn die formalen und inhaltlichen Gegebenheiten erfüllt sind, sendet der Regionalpartner den Antrag und sein positives Votum an die KfW.

5. Wie geht es bei der KfW weiter?

Die KfW entscheidet allein auf Basis des Votums vom Regionalpartner und sendet dem Gründer die Zusage.

6. Förderzusage, und was dann?

Nach der Förderzusage kann sich der Existenzgründer einen Gründercoach aussuchen. Der Coach muss allerdings in der KfW-Beraterbörse gelistet und für das Gründercoaching Deutschland freigeschaltet sein. Der Jungunternehmer schließt dann mit dem Berater einen schriftlichen Vertrag über den Inhalt des Coachings und die Höhe des Tageshonorars ab.

7. Wie kommt der Berater an sein Geld?

Nach Beendigung des Coachings erstellt der Berater einen Coachingbericht und eine Gesamtrechnung. 10% der Gesamtrechnung muss der Existenzgründer dem Berater überweisen. Dann reicht der Gründer den Coachingbericht, die Gesamtrechnung und die Kopie des Zahlungsbeleges über den Eigenanteil bei der KfW ein. Die KfW zahlt dann den Zuschuss für die Beratung an den Gründercoach aus.

Fördermittel für die Beratung 

"Prüfen Sie, ob es in Ihrem Fall für den Berater selbst und seine Beratung Fördermittel zu beantragen gibt. Damit können Sie die Kosten für den Berater etwas verringern! Sofern Sie einen kompetenten Berater engagiert haben, sollte der selbst auf diesen Gedanken kommen."

Zuschussrechner

Die KfW Mittelstandsbank hat für die Jungunternehmer einen Zuschussrechner bereitgestellt. Mit diesem Rechner kann der Unternehmer seinen maximalen Zuschuss ermitteln oder überprüfen.



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