Zeitarbeit: Arbeitsbedingungen verbessert

Zeitarbeit trägt dazu bei, dass Unternehmen vor allem am Beginn einer Konjunktur schnell mehr Beschäftigte einstellen. Gesetzliche Regelungen haben die Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit verbessert. Das zeigt der Bericht der Bundesregierung zur Arbeitnehmerüberlassung.

Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

Zahl der Zeitarbeiter in den vergangenen Jahren gestiegen

Die Zahl der Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen ist zwischen 2009 und 2012 um rund 250.000 auf 878.000 gestiegen. Das stellt der 12. Bericht zur Arbeitnehmerüberlassung fest, den das Bundeskabinett beschlossen hat. Der Bericht erstreckt sich über die Jahre 2009 bis 2012.Seit 1972 ist die Bundesregierung verpflichtet, dem Bundestag alle vier Jahre über die Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes zu berichten.

Verbesserungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Die Änderungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz von 2011 haben die Arbeitsbedingungen der Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen verbessert:

  • Die sog. "Sechs-Wochen-Regelung" wurde gestrichen, das heißt: für zuvor arbeitslose Leiharbeitnehmer gelten auch in den ersten sechs Beschäftigungswochen die gleichen Arbeitsbedingungen wie für andere Beschäftigte. Dies hat ihre Rechte gestärkt.
  • Die "Drehtürklausel" wurde eingeführt: Arbeitgeber dürfen Beschäftigte nicht aus Kostengründen entlassen und umgehend wieder als Leiharbeitnehmer einsetzen.
  • Mindestlohn: 2011 wurden erstmals tariflich ausgehandelte Lohnuntergrenzen für Leiharbeitnehmer allgemeinverbindlich festgesetzt. Die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes war dafür maßgeblich.


Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) regelt die Überlassung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch ihren Arbeitgeber (Verleiher) zur Arbeitsleistung an Dritte (Entleiher). Es dient in erster Linie dem sozialen Schutz der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer.

Viel Bewegung, hohe Fluktuation

War die Zahl der Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 deutlich zurück gegangen, nahm sie danach schnell wieder zu. 2011 hatte sie mit rund 882.000 ihren bisherigen Höchststand erreicht. 2012 ist sie etwas zurückgegangen: auf 878.000.

Die Zeitarbeit ist dabei stets in Bewegung. Viele, die in der Branche einen Arbeitsplatz bekommen, beenden die Zeitarbeit dann wieder. Allein im zweiten Halbjahr 2011 endeten über 700.000 Zeitarbeitsverträge; 2012 war es ähnlich. Somit dauert die Beschäftigung in der Leiharbeit oft nicht lange, das heißt: unter drei Monaten. Erst seit Mitte 2011 dauern rund 51 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse auch länger als drei Monate.

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Einstellung von Leiharbeitern bei Konjunktur

Arbeitgeber stellen Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter vor allem ein, wenn ein Konjunkturaufschwung beginnt. Erst wenn der Aufschwung anhält, stellen Unternehmen auch mehr Stammpersonal ein.

Jeder zweite Zeitarbeitsplatz wird zusätzlich zu den Stammarbeitsplätzen geschaffen. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) festgestellt. Ob Zeitarbeit reguläre Jobs verdrängt, ist noch nicht genügend erforscht.

Zeitarbeit erleichtert Einstieg in Arbeit
Zeitarbeit kann eine Beschäftigungsperspektive für Arbeitslose, Berufseinsteiger, Berufsrückkehrer, Wiedereinsteiger und Geringqualifizierte sein.

In der Zeitarbeitsbranche bekommen mehr Arbeitslose eine Beschäftigung als in allen anderen Wirtschaftszweigen. Für Langzeitarbeitslose bietet sich die Zeitarbeit als Brücke an, um überhaupt Arbeit zu finden.



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