Wieso es lohnt, direkt bei der Unternehmensgründung ein reines Geschäftskonto zu führen

Eine Unternehmensgründung ist immer ein wichtiger Schritt im eigenen Leben, denn es gilt viele verschiedene Aspekte zu beachten.

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Neben der Finanzierung von ersten Investitionen und der Anmeldung bei den Ämtern kommt natürlich auch die Frage nach der geschäftlichen Bankverbindung auf, um entsprechende Zahlungen tätigen und entgegen nehmen zu können. Für solche Zwecke bieten sehr viele Banken attraktive Geschäftskonten an, die zudem mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet sind. Nachfolgend soll aufgezeigt werden, warum es sich lohnt, direkt bei der Unternehmensgründung ein reines Geschäftskonto zu führen. Die Frage ob Sie als Existenzgründer überhaupt ein Geschäftskonto brauchen, haben wir bereits an anderer Stelle geklärt.

Ein reines Geschäftskonto erleichtert die eigene Buchhaltung enorm

Der wichtigste Punkt in Bezug auf ein reines Geschäftskonto hat seinen Ursprung in der Buchhaltung, denn in den Grundzügen ordnungsgemäßerBuchführung ( GoB) heißt es auf Basis des §238 I Satz 2 HGB, dass keine Buchung ohne einen gültigen Beleg stattfinden darf. Darüber hinaus schreibt §257 HGB eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren für Belege vor, was wesentlich einfacher ist, wenn man diese alle geordnet auf dem Kontoauszug seines Geschäftskontos vorfindet. Darüber hinaus spart man aufgrund der zusätzlichen Übersicht auch jede Menge Zeit bei der eigenen Buchhaltung und kann diese Pflicht ohne große Recherchearbeit hinter sich bringen. Natürlich gilt dies auch für etwaige steuerliche Abschlüsse, die erstellt werden müssen.

Ein Geschäftskonto bietet zusätzliche Funktionen speziell für Unternehmer

Ein weiteres Argument für Nutzung eines reinen Geschäftskontos besteht darin, dass diese Konten entsprechende Zusatzfunktionen zur Verfügung stellen. So kann man beispielsweise nur auf einem Geschäftskonto ein Lastschriftverfahren als Zahlungsempfänger einrichten, was in einigen Branchen einen wichtigen Service für die jeweiligen Kunden darstellt. Darüber hinaus lässt sich bei einigen Banken ein Tagesgeldkonto sehr gut mit dem geschäftlichen Konto verzahnen, um die eigeneLiquidität zwischenzeitlich renditeträchtig parken zu können. Auf diese Weise kann man den eigenen Geschäftsgewinn steigern und lässt das eigene Kapital nicht untätig herumliegen.

Ein getrenntes Konto für das eigene Unternehmen hilft auch beim Controlling

Neben der besseren Übersicht für die Buchhaltung kann ein Geschäftskonto auch beim eigenen Controlling helfen, denn gerade in der Gründungsphase einer Firma sind die finanziellen Mittel oftmals begrenzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich stets schnell einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben verschaffen zu können, um eventuelle finanzielle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu korrigieren. Mit einer solchen Informationsquelle wie dem geschäftlichen Konto stellt dies kein Problem dar und sorgt dafür, dass man zu Beginn seiner unternehmerischen Tätigkeiten nicht über die eigenen Verhältnisse lebt.

Viele Banken erwarten nach einer gewissen Zeit die Eröffnung eines Geschäftskontos

Wer als Unternehmensgründer sein privates Konto zur Buchung seiner geschäftlichen Zahlungen nutzt, wird dies vor allem bei steigendem Volumen nicht lange tun können, weil viele Banken diese Praxis irgendwann ansprechen und eine Geschäftskontoeröffnung geradezu erwarten. So lässt sich beispielsweise auch bei vielen Direktbanken in der jeweiligen Produktbeschreibung der privaten Girokonten nachlesen, dass eine geschäftliche Nutzung dabei nicht erwünscht ist. In Verbindung mit den vielen Vorteilen eines Geschäftskontos dürfte dieser Punkt auf jeden Fall ein starkes Argument für die Eröffnung eines reinen Geschäftskontos bei der Unternehmensgründung darstellen.



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