Wie zufrieden sind Freelancer?

von Stefan Süß/Johannes Becker/Benjamin Haarhaus (Düsseldorf)

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs kann seit Jahren eine Flexibilisierung von Unternehmen beobachtet werden. Normalarbeitsverhältnisse (unbefristete Vollzeitbeschäftigung weisungsgebundener Arbeitnehmer) verlieren gegenüber Neuen Beschäftigungsverhältnissen an Bedeutung.

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Darunter fallen neben Zeitarbeitnehmern, Selbständige, von denen mehr als die Hälfte den Solo-Selbständigen zuzurechnen ist. Diese werden auch als freie Mitarbeiter bzw. Freelancer bezeichnet.

Freelancer als Beschäftigungsform der Zukunft

Der Begriff Freelancer kennzeichnet eine bestimmte Beschäftigungsform. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Freelancern werden Aufgabe und Entlohnung in einem Werk- oder Dienstvertrag geregelt, so dass bei der Auftragsvergabe an einen Freelancer kein Arbeitsverhältnis geschlossen wird. Freelancer erhalten kein fixes monatliches Einkommen, sondern werden ausschließlich nach erbrachter Leistung entlohnt. Zudem sind sie nicht sozialversicherungspflichtig. Daraus folgt, dass im Krankheitsfall keine Lohnfortzahlungen seitens des Auftraggebers erbracht werden müssen. Zudem beinhalten Werk- und Dienstverträge in der Regel keine Urlaubsansprüche.

Freie Wahl von Arbeitsstunden und Arbeitsort

Da Freelancerkein Arbeitsverhältnis eingehen, sind sie gegenüber ihren Auftraggebern nicht weisungsgebunden. Auch hinsichtlich der Gestaltung der Arbeitsbedingungen besteht Flexibilität; Arbeitsstunden und Arbeitsort können frei gewählt werden. In der Praxis ist die Auftragsvergabe jedoch in der Regel mit der Bereitstellung eines Arbeitsplatzes und der Einbindung in die Unternehmensstruktur verbunden. Da die Projekte, in denen Freelancer arbeiten, zeitlich befristet sind, müssen sie parallel zu oder nach Ende ihrer Tätigkeit neue Aufträge akquirieren.

Freelancer erleben aufgrund der Kurzfristigkeit ihrer Beschäftigung und den damit verbundenen (finanziellen) Unsicherheiten einen Verlust an beruflicher Stabilität. Auch die private Stabilität sinkt, da die Notwendigkeit der kontinuierlichen Akquise von Folgebeschäftigungen langfristige Planungen erschwert und oftmals einen Einsatz in vom Wohnort entfernten Regionen bedingt.

Wie beurteilen Freelancer ihre Arbeitszufriedenheit?

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern unter diesen Bedingungen Arbeitszufriedenheit entsteht. Trotz der steigenden Zahl der Freelancer wurde diesem Thema bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Daher führt der Lehrstuhl für BWL, insb. Organisation und Personal der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Rahmen des Projekts „Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung (FlinK)“ aktuell eine Studie zum Thema „Arbeitszufriedenheit von Freelancern“ durch. In der Online-Befragung soll herausgefunden werden, welche Ausprägungen von Arbeitszufriedenheit bei Freelancern bestehen und ob sich diese von denen Festangestellter unterscheiden. Sowohl Freelancer als auch Festangestellte sind herzlich einladen, dieses Forschungsvorhaben mit Ihrer Teilnahme an der Befragung zu unterstützen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15-20 Minuten und ist anonym.

Sie finden den Fragebogen bis zum 15.01.2011 unter www.arbeitszufriedenheit.net. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!



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