Wie Sie den Problemen und Folgen der Kurzarbeit konsequent entgegen setzen

In den letzten Jahren hatten viele Unternehmen unter der Wirtschaftskrise zu leiden. Für viele war die Kurzarbeit die Lösung für viele Unternehmer, um einen Personalabbau zu vermeiden und das Stammpersonal zu halten. Jetzt, wo es allmählich wieder bergauf geht und manche Betriebe bereits wieder mit Unterkapazitäten statt mit einem Personalüberhang zu kämpfen haben, werden die Probleme und Folgen der Kurzarbeit allmählich deutlich.

Bild: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com

Die Probleme im Einzelnen

Die meisten Unternehmer rechneten eigentlich damit, dass ihre Mitarbeiter glücklich sein müssten, wieder an ihre Arbeit zurückkehren zu dürfen. Sie verdienen endlich wieder ihr volles Gehalt und können sich wieder einen besseren Lebensstandard gönnen. Die Realität sieht jedoch leider ganz anders aus. Viele Mitarbeiter, die zu 100 Prozent kurzgearbeitet haben, haben sich durch die lange Zeitspanne damit arrangiert, nur noch 60 oder 67 Prozent ihres normalen Gehalts zu verdienen. Sie haben sich vor allem auch daran gewöhnt, jede Menge Freizeit zu haben. Familienväter freuen sich über mehr Zeit für ihre Kinder. Und eigentlich haben viele gar keine Lust, wieder an die Arbeit zurückzukehren. Das wird auch im Unternehmen deutlich:

  • Diese Mitarbeiter waren teilweise bis zu ein Jahr und länger nicht im Betrieb und sind inzwischen mit den Prozessen und ihren Aufgaben nicht mehr völlig vertraut.
  • Es wird teilweise sogar eine neue Einarbeitungszeit erforderlich.
  • Die Mitarbeiter sind nicht motiviert, da sie jetzt für ihr Geld plötzlich wieder arbeiten müssen.
  • Die eigentlich erwartete Motivation der Mitarbeiter bleibt aus, die wenigsten ziehen mit, um das geschädigte Unternehmen wieder aufzubauen.

Was jetzt hilft

Wenn Sie sich auch einer solchen Situation gegenüber sehen, ist jetzt definitiv nicht der Zeitpunkt gekommen, um sich einmal zurückzulehnen und sich zu freuen, dass die Krise gemeistert ist. Jetzt gilt es, Ihre Mitarbeiter zu motivieren. Dies funktioniert am besten über Ehrlichkeit und Transparenz auf allen Ebenen. Das Vertrauen vieler Arbeitnehmer ist erschüttert, gerade wenn die Kommunikationspolitik in Ihrem Unternehmen vor und während der Krise nicht ganz so geradlinig war, wie dies für Ihre Mitarbeiter wünschenswert gewesen wäre.

Folgende Schritte sollten Sie jetzt ergreifen:

  • Führen Sie ein transparentes Berichtswesen ein, das Ihre Mitarbeiter stets auf dem aktuellen Stand hält. Erklären Sie Erfolgskennzahlen und zeigen Sie Trends und Entwicklungen auf, sodass jeder sie verstehen kann.
  • Zeigen Sie Ihren Arbeitnehmern, dass sie sich auf Sie und das Unternehmen verlassen können und sie hier sicher sind.
  • Jeder ist sich in der Krise der nächste – wecken Sie wieder die Bereitschaft, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
  • Führen Sie eine offene Kommunikationspolitik ein. Informieren Sie die Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen zeitnah über positive wie negative Entwicklungen.
  • Zeigen Sie jedem einzelnen Mitarbeiter auf, wie er schon mit kleinen Schritten seinen Beitrag dazu leisten kann, dass das Unternehmen schon bald so verlässlich und leistungsfähig wie eh und je wird.
     


Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!