Wie man den eBundesanzeiger benutzt

Auf die Daten des eBundesanzeigers kann jeder zugreifen, der über einen Internetzugang verfügt. Der Abruf der Informationen ist nicht kostenpflichtig – nicht einmal eine Anmeldung ist erforderlich.

Bild: OpenClipartVerctors / pixabay.com

Wie man den eBundesanzeiger nutzen kann, zeigen wir Ihnen heute anhand des Beispiels Amazon.de GmbH.

Die Suche nach Amazon

In der Suche geben wir als Suchbegriff „Amazon.de“ ein. Nun können wir entweder in allen Bereichen suchen oder uns für einen Bereich entscheiden. Da es sich um eine GmbH handelt, macht es Sinn, im Bereich „Rechnungslegung/Finanzberichte“ zu suchen. Wir erhalten unter anderem folgende Suchergebnisse:

Bundesanzeiger Amazon Suchergebnisse

Der eBundesanzeiger geht bis zum Jahr 2006 zurück, so auch bei Amazon. Wir können uns nun also die Jahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2006, 2007, 2008 und 2009 ansehen. Das Jahr 2010 wird erst später abrufbar sein, da die Jahresabschlüsse erst ein Jahr später eingereicht werden müssen. Für jedes Jahr können Sie nun den Lagebericht, die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, den Anhang, den Anlagespiegel sowie den Bericht des Aufsichtsrats einsehen.

Auswertung der erhaltenen Informationen

Umsatzentwicklung AmazonNun können wir beispielsweise auswerten, wie sich die Umsätze der Amazon.de GmbH entwickelt haben: 2005     30.694.461,66 2006     28.346.096,00 2007     30.754.449,76 2008     34.202.899,89 2009     39.179.486,89 Es ist deutlich erkennbar, dass die Umsätze von amazon in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind. Wären Sie nun ein Konkurrenzbetrieb, könnten Sie hieraus Erkenntnisse für Ihre eigene Strategie ableiten. Jahresüberschuss AmazonAuch den Jahresüberschuss von Amazon.de kann man problemlos über eBundesanzeiger vergleichen: 2005     2.818.608,84 2006     7.632.111,03 2007     6.325.214,26 2008     1.778.806,09 2009     2.912.445,9 Wie Sie sehen, ist der Jahresüberschuss von Amazon.de in den letzten Jahren stark schwankend. 2006 und 2007 waren die Überschüsse extrem hoch, während sie bis 2009 auf das Niveau von 2005 abgesunken sind. Als Konkurrent würden Sie nun Ursachenforschung betreiben, woran dies liegen könnte und entsprechende Konsequenzen für Ihre eigene Strategie ziehen.



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