Werbung nervt, sie kann aber auch helfen

Werbung nervt! Das finden zumindest viele Deutsche und beklagen sich über das zu viel, zu oft und zu uninteressant an Marketing. Dabei könnte Werbung Kunden sogar helfen – wenn Unternehmen dabei überlegter vorgingen.

Bild: Johannes Vortmann / pixelio.de

Was Werbung ansprechend macht

In einer US-amerikanischen Studie wurde jetzt festgestellt, dass verhaltensorientiertes Datenmaterial über potentielle Kunden viel zu selten Einfluss in die Marketingstrategien der Unternehmen hat. Vermarkter, die diese Informationen in ihre Werbung einfließen lassen, haben einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil.

Bessere Ergebnisse durch Marketing Automation

Der Erfolg einer Werbe-Kampagne wird zunehmend durch den Faktor Kundenorientierung bestimmt. Aus diesem Grund analysierte die Studie, wie Marketing-Verantwortliche die Automation mit Verhaltensdaten ihrer Kunden vorantreiben, um den Aktivitätsgrad der Kundenzu steigern.

"Der Kunde von heute fordert eine persönlichere Betreuung. Um diese zu erreichen, müssen Marketers stärker automatisieren", schreibt auch Lori Wizdo, Principal Analyst bei Forrester Research, Inc., in ihrem Blog-Eintrag "Buyer Behavior Helps B2B Marketers Guide the Buyer's Journey".
"Marketing-Automation erfasst Kundenverhalten - das für Vermarkter größte unerschlossene Kapital. Durch Marketing Automation erfahren wir, welche spezifischen Produkte konsumiert werden, wo Kunden unsere Produkte finden und was sie als nächstes kaufen werden. Mit diesen Daten und diesem Wissen können Marketers zielgerichtete Produkte anbieten und Angebote auf den Markt bringen, die besser auf die Kunden zugeschnitten sind und schließlich den Umsatz steigern."

Die zentralen Ergebnisse der Studie auf eine Blick:

Behavioral Marketing ...

... steigert den Umsatz sowie die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden:

Gezielte Maßnahmen, die sich am Verhalten der Kunden auf bestimmten Kanälen orientieren, führten laut den befragten Marketing-Verantwortlichen zu einer Steigerung des Return on Marketing Investment (um 44 Prozent) und der Kundenzufriedenheit (um 42 Prozent).

... hat besonders im B2B einen positiven Einfluss auf die Vertriebskanäle und den Ertrag:

B2B-Marketers, die auf verhaltensbasierte Daten zurückgreifen, schreiben 34 Prozent ihres Umsatzes dem Behavioral-Marketing zu - das sind fast zehn Prozent mehr als ihre Kollegen aus dem B2C. Diese beziffern den Wert auf lediglich 26 Prozent.

... bleibt das größte ungenutzte Marketing-Kapital:

Nur 45 Prozent der Unternehmen sammeln und speichern Kunden-Verhaltensdaten tatsächlich in einer einzigen, integrierten Datenbank. Dabei werden Daten durch diese Konsolidierung einfach zugänglich, nutz- und verfolgbar.



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