Wenn die Existenzgründung in eine Krise führt

Nicht jede Existenzgründung ist von Erfolg gekrönt und es kann durchaus der Fall eintreten, dass sich eine Krise abzeichnet. Nun muss diese nicht zwingend in den Ruin führen, wenn sie rechtzeitig erkannt und etwas dagegen unternommen wird.

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Ein Anzeichen für eine Krise ist natürlich, wenn die Honorare ausbleiben. Eventuell springen Kunden ab, die sich bisher als zuverlässige Auftraggeber ausgezeichnet haben, neue Kunden sagen nicht zu. Die Honorare können gesenkt werden, dennoch fließen sie nicht ausreichend. Die Folge ist, dass die regelmäßigen Ausgaben nicht mehr bestritten werden können. Ist die Liquidität nicht mehr gegeben, können Abbuchungen vom Konto nicht erfolgen, Mahnungen flattern ins Haus, usw.

Gründe der Krise

Um aus dieser Kette auszubrechen, ist einiges an Geschick nötig. Zuerst einmal muss der Grund dafür gefunden werden, warum beim Freiberufler die Krise entstanden ist. Liegt es an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage? Dann helfen eventuell kurzfristige Honorarsenkungen oder Bonusangebote für Stammkunden. Liegt es an einem fehlenden Überblick über die Kosten? Dann sollte etwas mehr Zeit auf die administrativen Tätigkeiten verwendet werden.

Eventuell kann es lohnend sein, jemanden für die Verwaltung und Büroarbeit einzustellen. Kosten für den Mitarbeiter können steuerlich geltend gemacht werden. Der Freiberufler hat so den Kopf frei für seine Opens internal link in current windoweigentliche Arbeit und kann sich auf diese besser konzentrieren. Zudem werden keine Fristen mehr versäumt, die häufig Folgekosten nach sich ziehen.

Liegt die Krise an einem Vertrag, der unbesehen unterschrieben wurde?

Dann kann wahrscheinlich nur noch ein Anwalt helfen. Für die Zukunft bedeutet das aber, dass Verträge nur noch geschlossen werden, nachdem sie auf Herz und Nieren überprüft wurden und sie werden schriftlich festgehalten. Das gilt auch für Verträge, die zwischen Stammkunden und dem Freiberufler geschlossen werden. Schriftlich fixiert lassen sich kaum Möglichkeiten finden, den Vertrag so auszulegen, dass sich Zahlungsabweichungen ergeben.

Wer Mitarbeiter beschäftigt, sollte diese unbedingt in die Krise einweihen. Wenn sie loyal eingestellt sind, werden sie sicherlich versuchen, die Lage wieder zu verbessern. Möglich ist das durch gekürzte Gehaltszahlungen oder eine Änderung des Zahlungstermins. Damit müssen aber die Mitarbeiter einverstanden sein. "Ehrlich währt am längsten" gilt auch hier sowie gegenüber der Bank. Wenn Raten eines Darlehens nicht mehr beglichen werden können, sollte das Gespräch gesucht werden. Sicherlich lässt sich eine einvernehmliche Lösung, wie zum Beispiel das Aussetzen mehrerer Raten, finden.



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