Wenn der Lieferant ausfällt - vorbeugen oder reagieren?

Produzierende Unternehmen sind auf die zuverlässige Zulieferung von Bauteilen und Produktkomponenten angewiesen. Kommt es hier zum Engpass, beginnt in kurzer Zeit eine Abwärtsspirale, die sich auf die gesamte Firma dramatisch auswirken kann. Verblüffend sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer Umfrage: Jedes 10. Unternehmen weiß nicht, wie sich ein Lieferantenausfall auf das eigene Unternehmen auswirken würde.

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Notfallmanagement bei Lieferantenausfall

Im Allgemeinen schafft sich ein Unternehmen im Laufe der Zeit verlässliche Partner und Lieferanten. Doch in Zeiten der Wirtschaftskrise kann sich ein wahrer Teufelskreis entwickeln. Rückgang der Bestellungen, eine sinkende Zahlungsmoral und die Insolvenz von Zuliefererfirmen können allzu leicht dazu führen, dass der Nachschub an Produktionskomponenten ins Stocken kommt. Um sich gegen diese Entwicklung abzusichern, haben Unternehmen verschiedene Möglichkeiten:

  • Eine Aufstockung der Lagerbestände in „guten Zeiten“ sorgt vor. Wer Bauteile vorhält, kann auch bei einem Ausfall des Zulieferers weiterproduzieren.
  • Man könnte kritische Komponenten eigenhändig fertigen und sich damit unabhängig von Lieferanten machen.
  • Vielfältige Varianten der Produktkonstruktion oder –zusammensetzung ermöglichen ebenfalls eine schnelle Reaktion auf Lieferkrisen oder –ausfälle, ohne dass es zum Produktionsstopp kommen muss.

Gleich, welche Methoden angewandt werden: Wenn es erst einmal zum Ausfall kommt, ist es meist zu spät. Deshalb sollten Ausweichpläne und Notfallstrategien fix und fertig in der Schublade liegen.

Planungssicherheit durch Multi-Sourcing

Zu den effizientesten Methoden, um sich gegen Lieferantenausfälle abzusichern, zählt das Multi-Sourcing. Dabei werden Rohstoffe und Fertigteile von mehreren Quellen bezogen. Fällt ein Lieferant aus, ist trotzdem noch die weitere Zulieferung abgesichert. Dies macht vor allem bei Rohstoffen und Teilen mit geringem Zukaufwert Sinn. Passende Zulieferer findet man entweder durch eigene Recherche, persönliche Geschäftskontakte oder über Anbieter wie www.wlw.de, einer der führenden Lieferanten-Suche in Deutschland.

Vertrauen schafft Verlässlichkeit

Eine weitere vorbeugende Methode, die Lieferantenausfälle verhindern kann, ist das Einbinden der Zulieferer in den Planungsprozess. Eine Zusammenarbeit und Abstimmung hinsichtlich Produktion und Absatz schafft eine verbindliche und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung. Dies wiederum führt in den allermeisten Fällen zu einer größeren Verlässlichkeit. Gleichzeitig ergibt sich so ein Einblick in die wirtschaftliche Situation des Partners. Anzeichen einer Lieferkrise wie überzogene Zahlungsziele oder Lieferfristen können frühzeitig wahrgenommen werden, noch bevor es zu einer echten Krise kommt.

Fazit

Als Unternehmer sollt man immer auch mit dem Unverhersehbarem rechnen und einen Plan B in der Tasche haben, so kann man schneller reagieren und schlimmere Folgen abwenden oder zumindest eindämmen.



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