Warum die Terminüberwachung für den Import aus China so wichtig ist

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Nachdem Sie bereits erfahren haben, wie Sie passende Lieferanten in China finden und außerdem die Verhandlungen richtig betreiben, geht es heute um die Terminkontrolle. Chinesen lassen sich gerne dazu verleiten, andere Aufträge als wichtiger einzustufen. Dann ist die Produktion Ihres Auftrags für die Schuhe aus China vielleicht noch voll im Gange, wenn Sie bereits davon ausgehen, dass die Ware verschifft wurde.

Aus diesem Grund sollten Sie immer auf eine aktive Terminüberwachung setzen. Diese sollten Sie idealerweise einem Einkaufsbüro in China überlassen, welches mit chinesisch sprechendem Personal besetzt ist. Für Rückfragen bezüglich der Termine eignet sich Englisch als Verhandlungssprache nur bedingt, da hier zu viele Missverständnisse auftreten können.

Expediting zur Terminüberwachung

Nicht selten fällt in diesem Zusammenhang der Begriff expediting, der sich aus zwei lateinischen Worten zusammensetzt. Das ex steht dabei für heraus und das pedes für Füße. Im Grunde bedeutet es nichts anderes, als aus dem eigenen Unternehmen herauszugehen, um aktiv im Unternehmen des Lieferanten zu prüfen, ob alle Vorgaben eingehalten werden.

Bereits vor der Produktion sollten Sie mit der Terminüberwachung beginnen. Für jeden Auftrag, den Sie auslösen, sollten Sie Meilensteine festlegen, wann beginnt die Produktion, wann wird sie abgeschlossen sein, wann kommt es zur Verschiffung? Diese Fragen sind entscheidend und sollten als Meilensteine festgelegt werden, um einen gemeinsamen und verbindlichen Zeitplan zu erreichen.

Telefonische Kontaktaufnahme ist das Mittel der Wahl

Versuchen Sie nicht, die Terminüberwachung mit Hilfe von E-Mails durchzuführen. Sie werden schnell vergessen oder übersehen. Rufen Sie Ihren Lieferanten an, am besten täglich, während der heißen Phase Ihres Projekts. Bauen Sie durch tägliche Anrufe und einen eigenen Gesprächspartner, mit dem Sie ständig in Verbindung stehen, eine persönliche Beziehung auf. Sie wissen, diese persönlichen Beziehungen sind in China wichtig.

Auch wenn Sie tägliche Anrufe für übertrieben halten, die Chinesen wissen eine solche Hartnäckigkeit zu schätzen und werden Ihren Auftrag entsprechend bevorzugt behandeln.

Abweichungen vom Zeitplan

Bereits im Vertrag sollten Sie festlegen, welche Maßnahmen Sie ergreifen werden, wenn der vereinbarte Zeitplan nicht eingehalten wird. Vertragsstrafen, Sanktionen und Co. sind ein sinnvolles Mittel, um den Lieferanten festzunageln. Zwar können sie keine Garantie für die pünktliche Lieferung mit sich bringen, allerdings sind sie allemal besser als nichts.

Sollte es trotzdem zu Differenzen kommen, erhöhen Sie die Zahl der Anrufe, vereinbaren Sie einen Besuchstermin vor Ort und verhandeln Sie noch einmal über den konkreten Ablauf Ihres Auftrages. Bleiben Sie dabei stets freundlich, aber bestimmt. So punkten Sie am meisten bei Ihrem Gesprächspartner.

Lesen Sie im nächsten Teil, welche Vorschriften für den Schuh-Import aus China gelten.

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