Teldafax insolvent - wo bleibt die Hilfe der Verbraucherzentrale?

Eine kleine Anzeige in der Zeitung, leicht zu übersehen, informiert über den gestellten Insolvenzantrag von Teldafax. Diese Anzeige lässt die Teldafax-Kunden aber ziemlich alleine. Informationen fehlen vollständig. Ganz im Gegenteil, als verunsicherter Teldafax-Kunde muss man sogar eine teure 0900-Nummer anrufen, um an Informationen der Verbraucherzentrale zu kommen.

Bild: Torsten Montag / Gründerlexikon

In Ratgebersendungen erfolgt oft und gerne der Hinweis, sich bei Problemen an die Verbraucherzentrale vor Ort zu wenden. Und es wird vermittelt, dass gerade diese Verbraucherzentralen einen nicht alleine lassen und nützliche Tipps, sowie Hilfen geben. Doch wo sind die hilfreichen Informationen für die Teldafax-Kunden?

Kunden müssen sich die Informationen selber einholen

Die Aufgaben von Verbraucherzentralen sind die Beratung von Verbrauchern, sowie die Informationsweitergabe an Verbraucher. Und diese Aufgaben werden hier tatsächlich wahr genommen. Vorausgesetzt natürlich, der Verbraucher ist bereit 1,24 Euro/Min. für die Information und Beratung auszugeben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich hier die Verbraucherzentrale Sachsen, die diese Telefon-Hotline zu Teldafax anbietet, mit der Unsicherheit der Teldafax-Kunden bereichert.

Die Verbraucherzentrale Sachsen enttäuscht einfach

Nach der Information einer Firmeninsolvenz sind etliche Kunden beunruhigt und in diesem Fall bleibt die Hilfe der Verbraucherzentrale aus, wenn man nicht gewillt ist, teures Geld für ein Telefonat auszugeben. Sicherlich werden viele diese Hotline anrufen, allein die Angst, was mit ihrem Stromanschluss ist, wird sie dazu drängen. Somit ist es ein Geschäft mit der Angst der Teldafax-Kunden. Gewünscht hätte ich mir, dass grundsätzliche Fragen gleich in dem Zeitungsartikel beantwortet worden wären oder das die Verbrauchschutzhotline wenigstens nicht so überteuert angeboten werden würde.

Durch fehlende Informationen droht noch mehr Schaden

Viele Kunden von dem Troisdorfer Unternehmen Teldafax leisteten Vorkasse. So bangen diese Kunden nicht nur um ihren Strom und Gas, sondern auch um ihr Geld. Besonders alte Menschen sind mit dieser Situation überfordert. Eine schriftliche Aufklärung wäre hier von großem Nutzen gewesen. Ich kann nicht verstehen, wieso ausgerechnet eine Verbraucherzentrale diese Menschen auch noch zusätzlich abzockt. Es gilt einiges zu beachten, will man sein Geld aus der Insolvenzmasse von Teldafax wiederbekommen. Lässt sich der Verbraucher aber nicht auf diese Verbraucherschutzhotline ein, dann verpasst er es unter Umständen seine Forderung geltend zu machen.

Der Teldafax-Kunde bleibt ratlos zurück

Es ist von einer Verbraucherzentrale, die Verbrauchern hilfreich zur Seite stehen sollte, fahrlässig, die Teldafax-Kunden nicht umgehend zu informieren. Statt dessen lassen sie sich ihre Informationen etwas Kosten. In der Anzeige steht, das der gestellte Insolvenzantrag auf die Teldafax-Kunden keine Auswirkung haben soll. Dieser Satz kann beruhigen, muss er aber nicht. Wie wäre es statt dessen mit der Auskunft gewesen, dass Kunden, denen Teldafax keinen Strom mehr liefern kann ihren Strom von den örtlichen Versorgern erhalten und dort automatisch in den Grundversorgungstarif fallen. Und wie wäre es mit der Information gewesen, dass Teldafax-Kunden, die diese Grundversorgung erhalten zeitnah ihre Zähler ablesen und diese Daten an Teldafax, dem örtlichen Versorger und dem Netzbetreiber mitteilen sollten. Sind diese wichtigen Auskünfte zuviel verlangt?

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