Social Media: So verwandeln Sie Kontakte in Umsatz

Social Media gehört inzwischen zum Alltag vieler Unternehmen dazu. Der BVDW führte kürzlich eine Umfrage unter knapp 200 Unternehmen aus verschiedensten Branchen und unterschiedlichster Größe durch. 73,7 Prozent gaben an, dass sie bereits Social Media für sich in Anspruch nehmen. Dies zeigt bereits, wie wichtig deutsche Unternehmer Social Media nehmen.

Bild: BVDW

Zeit ist Geld

Social Media-Kanäle haben einen entscheidenden Nachteil – sie sind enorme Zeitfresser. Dementsprechend erwarten Sie natürlich, dass Ihre Bemühungen auch entsprechende Umsatzsteigerungen nach sich ziehen. Sonst würden produktive Kapazitäten für eine „Nullnummer“ verschwendet. Tatsächlich ist es in der Praxis aber gar nicht so einfach, die generierten Kontakte in Umsatz zu verwandeln. Und Gründe für die Nutzung von Social Mediadessen sind sich wohl auch die meisten Unternehmer bewusst, denn nach ihren Intentionen für ihre Social Media-Aktivitäten befragt, wurde eine Steigerung des Absatzes erst an siebter Stelle genannt. Eine Steigerung der Bekanntheit, die Erschließung neuer Zielgruppe und eine stärkere Kundenbindung sind den meisten Unternehmern offenbar wichtiger.

Natürlich ist es durchaus möglich, seine Social Media-Aktivitäten auch zu Erfolgen zu führen, die sich auf dem Kontoauszug bemerkbar machen. Dies erfordert allerdings ein strategisches Vorgehen.

Strategie ist alles – zumindest bei Social Media

Eine der wichtigsten Grundregeln für ein erfolgreiches Social-Media- Konzept lautet: Niemals ohne Ziele aufs Geratewohl loslegen! Besonders in kleinen Unternehmen wird dieser Fehler gerne gemacht. Da meldet man „einfach mal so“ einen Account bei Facebook an und weiß gar nicht so recht, wie man dieses Instrument nutzen kann. Das Ergebnis: Die Accounts „dümpeln“ vor sich hin und werden kaum oder gar nicht, vor allem aber nicht zielgerichtet genutzt.

Social Media Aktivitäten von Unternehmen im Jahr 2011Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick darüber, welche Zielgruppen Sie ansprechen möchten. Wenn Sie beispielsweise Produkte für Jugendliche anbieten, macht es wesentlich mehr Sinn, sich im Schüler- oder StudiVZ zu engagieren als bei XING. Eine Plattform wie Facebook, auf der sich verschiedenste Zielgruppen tummeln, kann Ihnen auch helfen, neue Zielgruppen zu erschließen.

Leben Sie sich von vornherein auch eine Strategie zurecht, welche Social Media-Kanäle Sie nutzen möchten. In der nebenstehenden Grafik können Sie ersehen, welche Kanäle die meisten Unternehmer nutzen. Profile in sozialen Netzwerken gehören für 80,1 Prozent der Befragten zu einer erfolgreichen Social Media-Strategie. Weitere wichtige Kanäle sind Microblogging-Dienste wie Twitter, Videoplattformen, Corporate Opens internal link in current windowBlogsOpens internal link in current window und Mobile Apps.

Reputation aufbauen

Ziel Ihrer Social Media-Strategie sollte sein, eine gelungene Onlinereputation aufzubauen, die auch ins „echte Leben“ ausstrahlt. Engagieren Sie sich beispielsweise in Gruppen, die zu Ihrer Branche bzw. Ihrem Produkt passen. Beteiligen Sie sich aktiv an Diskussionen und zeigen Sie sich selbst als Spezialist auf Ihrem Gebiet, ohne jedoch aufdringlich zu werden oder anderen Ihre Meinung aufzuzwingen. So können Sie nach und nach Ihre Reputation aufbauen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn Sie auch entsprechend Qualität einbringen und anderen einen Mehrwert bieten.

Fazit

Sobald Sie einmal erkannt haben, dass Social Media keine einseitige Sache ist, sondern aus dem Dialog zwischen Ihnen und Ihren Kunden besteht, haben Sie die Grundlage für ein erfolgreiches Onlinemarketing bereits gelegt. Bedenken Sie immer genau, was Sie öffentlich von sich geben. Eine falsche Bemerkung kann schnell dazu führen, dass Sie und Ihr Unternehmen „in der Luft zerrissen“ werden – der beste Ruf kann so auch schnell ruiniert werden.



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