Schlechte Aussichten für Büromieten an beliebten Standorten

Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und München – diese fünf Großstädte sind als Bürostandorte besonders beliebt. Deshalb standen sie im Zentrum einer Immobilienbefragung, die in Kooperation vom gif-Arbeitskreis „Marktanalysen und Bedarfsprognose“ sowie dem ZEW, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, initiiert wurde. Büromieten- und Renditeentwicklung sowie Tendenzen bei den Leerständen kamen auf den Prüfstand.

Bild: sdu445 / pixabay.com

Steigende Büromieten prognostiziert

In der Studienaussicht auf die Mietpreisentwicklung für Büroräume bis zum Ende des Jahres 2012 geben vor allem München und Frankfurt Anlass zu Sorge.

In München wird mit einer dreiprozentigen Mieterhöhung bis Ende 2011 gerechnet. Für 2012 sind weitere 3,5 Prozent veranschlagt. Damit kratzt München an der 30 Euro Preisgrenze pro Büroflächenquadratmeter.

Noch trüber sind die Aussichten für Frankfurt. Hier tendiert bis Dezember 2012 die Preisentwicklung für Büroräume in Richtung 40 Euro pro Quadratmeter.

Jenseits dieser Standortspitzenreiter können bislang nur schwer Prognosen gegeben werden. Denn wie innerhalb der Studie betont wurde, reagieren die dezentralen Standorte verspätet auf Mietpreisentwicklungen. Wann und in welchem Umfang dort die Mietpreissteigerung spürbar wird, bleibt demnach abzuwarten.

Büromietenentwicklung und Renditen

Der Immobilienmarkt bei der Miete von Büroräumen ist nicht nur für ansässige und interessierte Unternehmen relevant. Vielmehr nimmt er entscheidenden Einfluss auf die Renditeentwicklung innerhalb der Großstädte. Deshalb stand auch diese bei der vorliegenden Studie von gif und ZEW zur Prüfung.

Dabei wurde deutlich, dass für das Jahr 2011 die Experten einhellig der Meinung sind, dass mit einem Rückgang der Renditen gerechnet werden muss. Verhalten positiv ist man diesbezüglich für 2012 gestimmt. Ein Teil der befragten Experten geht dann wieder von steigenden Tendenzen aus.

Grundsätzlich war es den Studienverantwortlichen ein großes Anliegen zu betonen, dass Renditeeinschätzungen nur rudimentär vorgenommen werden können. Daraus resultieren die unterschiedlichen Prognosen bei den befragten Studienexperten.

Leerstände von Büroräumlichkeiten manifestieren sich

Sogar die wirtschaftlich attraktiven Großstädte mit ausgewiesenen Toplagen bei den Büroräumen haben mit einem großen Problem zu kämpfen: dem Immobilienleerstand. Und laut Studie von gif und ZEW scheint es bis Ende des Jahres 2012 keine drastische Trendwende diesbezüglich zu geben.

Grundsätzlich wird zwar davon ausgegangen, dass in allen fünf beliebten Standorten sich die Zahl der leer stehenden Büroräume verringern wird, allerdings nur sehr spärlich. Am besten kommen hier Düsseldorf und Frankfurt weg. Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens wartet derzeit mit zwölf Prozent Leerständen auf. Bis Ende 2012 wird ein einprozentiger Rückgang auf elf Prozent vorhergesagt. Ähnlich auch in der Bankenmetropole Frankfurt. Hier wird ebenfalls ein einprozentiger Leerstandsrückgang auf dann 14 Prozent prognostiziert.



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