Professionelle Preiskalkulation mit dem BMWi Softwarepaket

Mit der Preiskalkulation haben viele Unternehmer Probleme – nur allzu oft werden Preise nicht durch die Ausgabenstruktur des Unternehmens gefunden, sondern einfach bei der Konkurrenz abgekupfert. Dies kann die Firma aber teuer zu stehen kommen, wenn diese zwei Größen nicht aufeinander abgestimmt sind.

Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Das Softwarepaket des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gibt Ihnen die Möglichkeit, ganz einfach Ihre Preise zu kalkulieren .

ACHTUNG!!! Die offizielle Software des BMWi (BMWi Softwarepaket) gibt es nicht mehr im Netz. Alle anderen Produkte sind Applikate anderer Firmen, die teilweise sogar Trojaner oder AdAware beinhalten. Sie sollte keinesfalls installiert werden! Fragwürdige Angebote sind zum Beispiel von

  • freeware.de
  • sof-ware.net

1. Schritt: Die Lebenshaltungskosten berechnen

LebenshaltungskostenZunächst müssen Sie wissen, wie viel Geld Sie eigentlich erwirtschaften müssen, um Ihre Lebenshaltungskosten zu decken, denn dies ist ja erst einmal das primäre Ziel. Sie füttern die Software mit Informationen zum Lebensunterhalt, Miete, Nebenkosten und Versicherungen. Dadurch werden automatisch die Lebenshaltungskosten pro Monat errechnet. Sie stellen die Basis für weitere Berechnungen dar.

2. Schritt: Betriebliche Fixkosten berechnen

Der Preis muss natürlich auch die betrieblichen Fixkosten abdecken, deshalb werden diese im zweiten Schritt ermittelt. Hierzu müssen Sie Informationen zu den monatlichen Aufwendungen für Büromieten, Gas, Strom, Wasser, Heizung, Telekommunikation und Reinigung angeben.

3. Schritt: Arbeitsstunden berechnen

ARbeitsstundenIm nächsten Schritt ermitteln Sie mithilfe einer Maske, wie viele Stunden Sie im Monat arbeiten. Die Tage pro Kalenderjahr sowie die Samstage und Sonntage sind bereits vorgegeben. Die Anzahl der Feiertage, der Krankheitstage und der Urlaubstage sollten Sie nun ergänzen. Kalkulieren Sie sowohl Krankheits- als auch Urlaubstage realistisch – auch ein Selbstständiger braucht Freiräume. Sobald Sie eingeben, wie viel Arbeitsstunden Sie an einem Arbeitstag absolvieren, werden die Arbeitsstunden pro Monat berechnet. Allerdings müssen Sie diesen Wert nun noch bereinigen, um die Stunden, die Sie nicht dem Kunden weiterberechnen können, weil Sie sie beispielsweise für Büroarbeiten verwenden.

4. Schritt: Mindeststundensatz berechnen

Auf der Grundlage der eingegebenen Daten wird nun der Mindeststundensatz berechnet. Dieser sagt aus, wie viel Sie pro Stunde berechnen müssen, um wenigstens kostendeckend arbeiten zu können. Wenn Sie einen Gewinn machen möchten, sodass Sie beispielsweise nicht nur Ihre Lebenshaltungskosten decken, sondern auch etwas zur Seite legen können, müssen Sie einen höheren Stundensatz ansetzen.

5. Schritt: Stundenverrechnungssatz berechnen

StundenverrechnungssatzNun geht es ans Eingemachte. Auf der Basis des vierten Schritts können Sie nun Ihren Stundenverrechnungssatz bestimmen. Als zusätzliche Information sollten Sie an dieser Stelle eingeben, wie viel Gewinn Sie pro Monat machen möchten. Dieser Wert wird dann auf einen Gewinnzuschlag pro Stunde umgerechnet, der jeder verrechneten Stunde aufgeschlagen wird. Sollten Sie nicht 19 Prozent Umsatzsteuer, sondern einen niedrigeren Satz berechnen, müssen Sie diesen Wert ebenfalls noch anpassen, damit eine korrekte Berechnung vorgenommen wird.

6. Schritt: Angebotspreis kalkulieren

AngebotspreisDer letzte Schritt in der BMWi Preiskalkulation ist die Ermittlung des Angebotspreises. Nun kommen neben Ihren eigenen Arbeitsstunden auch noch der Materialaufwand sowie die Kosten für fremde Mitarbeiter und die Gewinnzuschläge auf diese Positionen hinzu. Der Aufschlag der Umsatzsteuer ist der letzte Schritt, der Sie zu Ihrem endgültigen Angebotspreis führt.

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