Probleme der privaten Krankenversicherung, über die niemand spricht

Nun konnte ich im Laufe der Jahre bereits einige Erfahrungen mit der privaten Krankenversicherung sammeln, von denen sicherlich nicht beileibe alle positiv waren. Im Folgenden schildere ich die Probleme der PKV, die ich immer als am schlimmsten empfand.

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1. Gesundheitsprüfung beim Wechsel

Ich habe ja bereits geschildert, dass ich beim Wechsel zur Universa mitRisikoaufschlägen bedacht wurde, weil ich zuvor mehrere Male einen Arzt aufgesucht hatte. Das Problem ist: Diese Aufschläge können eigentlich mit jedem Wechsel nur noch mehr werden, da sich ja im Laufe der Zeit im Regelfall immer mehr Arztbesuche anhäufen. Das bedeutet: Auch wenn man erfolgreich wechselt und danach vielleicht trotz neuen Risikoaufschlägen sogar einen günstigeren Beitrag zahlt, steigen die Beiträge zukünftig tendenziell schneller an, da die Risikozuschläge ja immerprozentual vom Normalbeitrag berechnet werden. Jede Beitragserhöhung macht sich dann doppelt bemerkbar.

2. Befangenheit der Vermittler

Eine private Krankenversicherung wird meist über einen Vermittler oder einen Makler abgeschlossen. Es ist also immer eine Provision mit im Spiel. Diese Provision macht den Makler allerdings befangen, denn er kannnicht unabhängig das Beste für den Kunden heraussuchen, sondern ist automatisch aus Gewinnstreben immer daran orientiert, die Lösung zu finden, die sich auf seinem Kontoauszug positiv bemerkbar macht. Dies ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung gewöhnlich nicht zu befürchten, denn den normalen Sachbearbeiter am Schreibtisch interessiert es wenig, ob es nun einen Versicherten mehr oder weniger gibt – für ihn persönlich macht es keinen Unterschied.

3. Enormer verwaltungstechnischer Aufwand

Jeder Arzt schickt nach dem Termin eine Rechnung. In den meisten Fällen handelt es sich glücklicherweise um kleinere Beträge. Wenn sich die Rechnungen allerdings häufen – gerade wenn Kinder und evtl. der Ehepartner mitversichert sind – artet diese Vorgehensweise schnell in lästige Zeitverschwendung aus, und davon hat man als gestresster Unternehmer in der Regel ohnehin schon nicht genug. Daueraufträge sind aufgrund der Unregelmäßigkeit der Forderungen nicht möglich und das Lastschriftverfahren ist den meisten Ärzten nicht einmal bekannt (geschweige denn, dass sie es nutzen würden).

Sie dachten, das wäre schon alles? Nein, leider geht es im nächsten Teil dieser Serie munter mit den nächsten Problemen der PKV weiter.

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