Nebenabreden in Kreditverträgen

Die Finanzkrise ist in aller Munde und auch die Banken achten verstärkt auf eine Senkung der Risiken. Insbesondere bei der Vergabe von Krediten werden zahlreiche Nebenabreden getroffen. Diese so genannten Covenants sind jedoch nicht bedingungslos zu akzeptieren. Die Unternehmen können mit der richtigen Darstellung und Diskussion über die eigenen Zahlen durchaus Einfluss auf die Nebenabreden nehmen.

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Experten empfehlen jedoch, das Unternehmen nicht zu positiv darzustellen, da dies schnell zu schwieriger zu erreichenden Nebenabreden führen kann. Diese dann wirklich nie zu brechen, dürfte den Unternehmen schwer fallen. Gerade in Krisenzeiten sei es also angebrachter, auch über schlechtere Zahlen zu sprechen.

Die häufigsten Covenants

Die Covenants, die in die Darlehensverträge eingearbeitet werden, lassen sich in vier Gruppen unterteilen. Liegt der Fokus auf der Rentabilität des Unternehmens, müssen gewisse Kennzahlen eingehalten werden. Die Umsatzrentabilität, der Anlagendeckungsgrad und die Gesamtkapitalrentabilität werden hier oft festgelegt. Werden die Ziele nicht erreicht, drohen Sanktionen.

Bei Covenants, die cash-bezogen arbeiten, kommen als Kenngrößen der Verschuldungs- und Zinsdeckungsgrad in Frage, sowie EBIT oder EBITDA Interest Coverage. Bei statischen financial Covenants wird die Mindesteigenkapitalquote festgelegt. Und bei Covenants, die auf das Management abzielen, wird eine Begleitung durch externe Berater vereinbart. Ebenfalls kommt hier die Bestellung eines Risikomanagers in Frage oder gar ein Austausch im Management.

Sanktionen drohen

Werden die vereinbarten Covenants nicht eingehalten, drohen den Unternehmen Sanktionen. Diese reichen vom Zwang zur häufigeren Abgabe der Zahlen über eine Nachbesicherung der Kredite bis hin zu deren Kündigung im schlimmsten Fall. Deshalb sollten Unternehmen von vornherein genau überprüfen, welche Covenants sie tatsächlich unterzeichnen und welche doch eher ausgelassen werden sollten.



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