Motiv-Design und Stilrichtungen von Tattoos

Tätowierer werden mit sehr unterschiedlichen Motivwünschen konfrontiert. Dabei können Tätowierungen durchaus auch Funktionalität besitzen. Beispielsweise gibt es Mitgliedszeichen sowie rituelle oder sakrale Symbole. Eigene sexuelle Einstellungen und Vorlieben werden gern tätowiert, genauso wie der Name des oder der Angebeteten.

Bild: Phase4Studios

International haben sich heute folgende Stilrichtungen durchgesetzt:

  • Newschool
  • Oldschool
  • Fantasy
  • Asia
  • Biomechanik
  • Tribal
  • Schriften (Lettering)
  • Fauna (Tiere)
  • Flora (Pflanzen)
  • Realistic (Realistik).


Die fertigen Motive, gut fotografiert, gesammelt und in einem kostbaren Bildband vorgestellt, können über den Verkauf des Buches eine hübsche Summe Geld einspielen. Bei den Größten der Branche dürfen das auch einmal Bücher im Wert von ca. 100 EUR sein. Diese Fotos dienen anderen Tätowierern oder deren Kunden als Idee oder Vorlage. Beispielsweise findet man unter www.sina-shop.de zahlreiche Tattoo-Bücher mit Motiven aller Genres. Die Bücher wurden über Verlage gedruckt oder sind im Selbstverlag hergestellt. Gelistet werden sie nicht nur in Insider-Shops wie bei SINA LANDERS, sondern ebenso bei Amazon oder Weltbild.

Tattoo-Bücher

Während der Weltbild-Verlag einige hochwertige bis gute Tattoo-Büchern von bekannten "Stechern" führt, die ihren Preis sicher auch wert sind, bekommt man bei Amazon bereits gebrauchte Exemplare unter einem Euro. Nur vom Genre her sind es spezielle Bücher - Tattoo-Bücher eben. Außer in der Thematik unterscheiden sie sich durch nichts von anderen Bildbänden oder stark bebilderter Lektüre. Was es bisher scheinbar noch nicht zu kaufen gibt, sind fertige Schablonen mit Motiven, die gestandene Tätowierer entwickelt haben. In den Lehrgängen lernen Tätowierer zwar, wie man eine Schablone herstellt. Aber es ist gängige Praxis, dass viele der Tätowierer mit einer Blaupause arbeiten.

Tattoo-Schablonen

In einschlägigen Fachgeschäften gibt es Schablonen für die Airbrush-Technik zum Aufmalen, und das in nicht gerade zahlreicher Auswahl. Hier könnten sich Tätowierer als Designer tummeln und neue Motive entwerfen, speziell für Tätowierer. Hergestellt werden Schablonen über ein geeignetes Grafikprogramm im Computer. Dabei lassen sich auch die einzelnen Farben trennen und daraus Detail-Dateien fertigen. Diese Grafiken werden dann mit Hilfe eines geeigneten Plotters aus haltbarer Folie oder Kunststoff ausgestanzt und können vielfach Verwendung finden. Einen solchen Plotter findet man in Druckshops oder bei einigen Werbeagenturen, die damit ihre Folienwerbung fertigen.

Wer natürlich lieber freihändig und flexibel arbeitet, nutzt das Papier eines Thermokopierers als "Schablone". Das Motiv wird einfach per Hand gezeichnet und dann zusammen mit dem Thermopapier auf der betreffenden Körperstelle des Kunden, möglichst rutschfest, platziert. Dann lässt sich das Motiv durch Nachzeichnen auf die Haut bringen und dem Kunden quasi als Anprobe vorführen. In diesem Entwicklungsstand sind immer noch Änderungen möglich. Dann gelingt das Tattoo garantiert.

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