"MobiPro"-Förderstopp schadet dem deutschen Image

Kritisch bewertet Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Verwaltungsprobleme rund um das Förderprogramm MobiPro-EU.

Bild: M. Grossmann / pixelio.de

Unterstützung für Engpass-Berufe

Ziel der 2013 aufgelegten Maßnahme "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa" ist es, jungen Arbeitslosen aus europäischen Krisenländern eine Ausbildung oder eine qualifizierte Beschäftigung in einem Engpassberuf in Deutschland zu ermöglichen.

Budget zu knapp bemessen

Weil sich das für das laufende Jahr eingeplante Budget von 48 Millionen Euro als zu knapp erwies, wurde bei MobiPro-EU jedoch Anfang April ein Förderstopp für Neuanträge verhängt.

Dies "schadet dem Image unseres Landes und löst erhebliche Verunsicherungen bei Betrieben und ausländischen Jugendlichen aus", sagte Dercks der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ausgebremst würden vor allem die Anstrengungen kleiner und mittlerer Unternehmen, Jugendlichen aus den Krisenstaaten Europas Ausbildungs- und Zukunftsperspektiven in Deutschland zu geben, kritisierte er.

"Die Bundesregierung sollte nach Möglichkeiten suchen, die für dieses Jahr eingeplanten Mittel aufzustocken", betonte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. Schließlich rechnet der DIHK für 2014 mit weiteren rund 7.000 Anträgen allein im Bereich Ausbildung. "Außerdem muss die Bearbeitung der bereits vorliegenden Anträge dringend beschleunigt werden", so Dercks.



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!