Mitarbeiterbindung und -entwicklung

Die Mitarbeiter eines Unternehmens gelten immer häufiger als deren wichtigster Erfolgsfaktor. Die Ressource Mensch wird also auch künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Dies zeigt insbesondere der bereits heute bestehende Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt, der sich in den nächsten Jahren noch dramatisch verschlimmern wird. Um dem aus dem Wege zu gehen, ist die Personalentwicklung entscheidend. Denn diese sorgt nicht nur für mehr Effizienz und Produktivität, sondern genauso für eine bessere Motivation der Mitarbeiter.

Bild: StartupStockPhotos / pixabay.com

Die Bedarfsanalyse

An erster Stelle für die erfolgreiche Personalentwicklung steht eine Bedarfsanalyse. Hierbei muss einerseits beachtet werden, dass ein Mitarbeiter nicht unbegrenzt Wissen aufnehmen kann, dass viel Wissen bereits in den Mitarbeitern schlummert und dieses nur noch heraus geholt werden muss. Nachdem festgestellt wurde, welche Mitarbeiter wie entwickelt und weiter gebildet werden sollen, folgt der zweite Schritt.

Die Planung der Ziele und Maßnahmen

Im zweiten Schritt geht es um die Planung der Ziele, die mit der Personalentwicklung erreicht werden sollen. Das kann eine Verbesserung der sozialen Kompetenzen bei Führungskräften sein, um einen besseren Führungsstil zu sichern oder eine Vertiefung von Fachwissen bestimmter Mitarbeiter in einem bestimmten Tätigkeitsfeld.

Als nächstes werden die Maßnahmen zur Personalentwicklung geplant. So müssen die Mitarbeiter benannt werden, die an einer Fortbildung teilnehmen sollen, die Dauer und der Ort dieser Fortbildung müssen festgelegt werden und auch Kostenaspekte sollten mit einfließen. Denn Mitarbeiter, die an der Personalentwicklung teilnehmen, fallen zunächst einmal für ihre eigentliche Tätigkeit aus.

Die Durchführung der Maßnahmen

Im nächsten Schritt werden die geplanten Maßnahmen durchgeführt. Hierbei sollte auf verschiedene Punkte geachtet werden. Wenn etwa die persönlichen Ziele der Mitarbeiter mit berücksichtigt werden, dann fördert dies in vielen Fällen die Bereitschaft, mehr und besser zu lernen. Auch Workshops, die sich über mehrere Tage erstrecken, sind sinnvoll.

Hierbei sollte auf effektive Lernmethoden zurückgegriffen werden. Wissen, welches man nur hört, wird nur zu 20 Prozent behalten. Wer das Wissen, das vermittelt werden soll, sehen kann, behält bis zu 30 Prozent davon im Gedächtnis. Beim Hören und Sehen werden es gar 40 Prozent. Wenn die Mitarbeiter selbst Wissen erarbeiten und es vorstellen, bleiben bis zu 70 Prozent haften und wenn das vermittelte Wissen direkt angewendet wird, bleiben bis zu 90 Prozent davon erhalten.

Die Erfolgskontrolle

An letzter Stelle steht die Erfolgskontrolle, denn diese ist ja das entscheidende Ziel der Personalentwicklung. Ermittelt werden kann die Erfolgskontrolle über einen Soll-Ist-Vergleich, über eine Messung der Produktivität, die gesteigert wurde, über Verhaltensänderungen der Mitarbeiter am Arbeitsplatz oder auch über Befragungen. In diesen geben die Mitarbeiter selbst an, wie sinnvoll für sie die Fortbildung war oder nicht. Zusätzlich kommen bestimmte Kennzahlen wie Qualität oder Lernwert als Erfolgskontrolle in Frage.

Lesen Sie weiter:



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!