Mit Webpayments zu schnelleren Zahlungseingängen?

Eigentlich haben Freelancer und Selbständige keinen Grund, festangestellte Kollegen zu beneiden. Wenn überhaupt, dann nur aus einem einzigen Grund: Arbeitnehmer mit festen Vertrag müssen sich eigentlich keine Sorgen darum machen, dass am Ende – oder zu Mitte des Monats – pünktlich das neue Gehalt auf dem Konto eingeht.

Bild: D&B Deutschland / Statista.de

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Wie Untersuchungen zeigen, zahlen 21% der Freelancer-Kunden mit einem durchschnittlichen Zahlungsverzug von neun Tagen. Mit neuen Cloud-Services lässt sich daran aber vielleicht etwas ändern.

Online-Rechnungstools bieten viele Vorteile

Wer sein gesamtes Rechnungswesen online abwickelt, ist schon jetzt smart unterwegs. Die vielen Anbieter aus Deutschland garantieren nicht nur besten Datenschutz, sondern schrauben auch ständig an Produkterweiterungen. Schon jetzt ist es möglich, aus den Tools heraus Rechnungen direkt an Kunden zu versenden, die dann in einem Dialogfenster aus Zahlungsmöglichkeiten wie Paypal, Kreditkarte, Lastschrift oder Sofortüberweisung auswählen können. Bei erfolgter Buchung wird der Rechnungssteller automatisch informiert und kann die Daten mit nur einem Klick am Monatsende zum Steuerberater weiterleiten. 

Gebühren genau im Blick behalten

Leider gibt es diese auch Webpayments genannten Services nicht ganz kostenlos und so fallen pro Transaktion beispielsweise Kosten für die Betrugsprävention an. Viele Dienste bemühen sich deshalb darum, bei den Gebühren Branchenprimus PayPal zu unterbieten, um sich Marktanteile zu sichern. Hier lohnt eine genaue Einzelfallprüfung. Auch auf Seite der Kunden dürfte noch Überzeugungsarbeit anfallen: In einigen Unternehmen führt die klassische Buchhaltung ein strenges Regiment und Belege müssen beispielsweise ausgedruckt und aufbewahrt werden. Viele werden sich zusätzlich schwer tun, von einer einmal gelernten Zahlungsweise abzurücken und das über ein völlig neues Tool abzuwickeln.

Webpayments mit Vorteilen für KMU - Freelancer müssen genau hinschauen

Dennoch dürften die Vorteile von Webpayments und ähnlichen Angeboten für Gründer und Freelancer klar überwiegen. Der Kostenaufwand ist skalierbar und ermöglicht im Gegenzug die Realisierung einer einfacheren und vor allem papierlosen Büroorganisation. Dies dürfte vor allem interessant sein für kleinere und mittlere Unternehmen, die bei der Bezahlung von Rechnungen nicht mehr länger am kürzeren Hebel sitzen wollen. Solo-Selbstständige sollten jedoch ganz genau prüfen, ob die Kosten für die Services für sie auch sinnvoll sind.

Über den Autor:

Jan C. Rode ist bei FastBill seit 2013 mitverantwortlich für die externe Kommunikation. Zuvor hat er in ähnlicher Funktion für den Volkswagen Konzern und Deutsche Post DHL gewirkt. Rode zählt ebenfalls zu den profiliertesten Bloggern Deutschlands und ist dort als „Der Medienlotse“ bekannt. 



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