Minijob und Minirente

Wer ab dem 01. Januar 2013 einen Minijob mit einem Einkommen zwischen 400 und 450 Euro angenommen hat, muss automatisch in die Rentenversicherung einzahlen, so lange er keinen schriftlichen Antrag auf Befreiung einreicht.

Bild: blickpixel / pixabay.com

Die Beiträge werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Die Opens external link in new windowMinijob-Zentrale informiert auf ihrer Webseite ausführlich über die Beitragsanteile.

Wer zahlt von den Minijobbern in die Rentenversicherung?

Zur Kasse gebeten werden alle Minijobber, die zu Beginn des Jahres 2013 mit ihrer Tätigkeit begonnen haben. Die Regelung gilt auch für diejenigen, die bereits vor dem 01. Januar 2013 einen Minijob hatten, deren Entlohnung sich jedoch in diesem Jahr von 400 Euro auf bis zu 450 Euro erhöht hat oder erhöhen wird. Ausgenommen sind alle 400 Euro-Jobber, die ihrer Tätigkeit schon vor dem 31. Dezember 2012 nachgehen, oder die ihrem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass sie in die Rentenversicherung nicht einzahlen wollen.

Welche Vorteile hat die Neuregelung? 

Angesichts der vermuteten Altersarmut möchte die Bundesregierung auch die Minijobber dazu bringen, für ihre Rente vorzusorgen. Ob das sinnvoll ist, scheint allerdings fraglich. So dürfen Minijobber zwar ab dem 01. Januar 2013 450 Euro verdienen, ohne Abgaben zahlen müssen. Das Gruenderlexikon hat darüber berichtet. Lesen Sie hier. Sie müssen jedoch Abzüge in Höhe von 4,6 Prozent für die Rentenversicherung hinnehmen. Nach Berechnung der Hans-Böckler-Stiftung erhalten Minijobber zudem einen sehr geringen Stundenlohn von 7,50 Euro, obwohl sie oft die gleiche Arbeit leisten wie Angestellte, die sozialversichert sind. Kritiker der Minijobs erwarten deshalb mit der Erhöhung des abgabenfreien Einkommens eine weitere ungerechte Behandlung der über 7 Millionen Minijobber in Deutschland, die für gleiche Arbeit ungerecht entlohnt und zudem nur eine Mini-Rente zu erwarten hätten.

Wie übrigens Selbständige im Haupt- oder Nebengewerbe mit dem Thema Minijob umgehen, haben wir im Gründerlexikon bereits früher geschrieben.



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