Mehr aus der eigenen Stimme herausholen: Die Macht der Stimme

„Der Ton macht die Musik“ – So sagt der Volksmund. Schon seit langer Zeit ist bekannt, dass die Stimme eine große Rolle spielt, besonders wenn es darum geht, wie wir auf andere wirken. Ingrid Amon ist Spezialistin für Sprache und teilt ihr Wissen in ihrem Werk "Die Macht der Stimme" mit uns allen. In ihrem Buch und dem zugehörigen Vortrag zeigt sie auf, welche Macht die Stimme haben kann.

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Wie viel Macht hat die Stimme?

Amon geht davon aus, dass die Stimme, der Ton, mit dem wir etwas sagen, ausschlaggebender ist als das, WAS wir sagen. Denken Sie mal drüber nach: Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles erreichen, was Sie möchten, nur indem Sie darauf achten, WIE Sie etwas sagen. Das klingt für Sie unvorstellbar? Und doch ist es möglich. Hunderte Muskeln können Sie nutzen, um sich richtig zu artikulieren. Und wie das funktioniert, zeigt Ingrid Amon in ihrem Buch „Die Macht der Stimme“.

Zum Sprechen gibt es so einiges zu wissen

Die 224 Seiten des Buches haben es in sich. In der Einführung zeigt Amon zunächst einmal, warum die Stimme so wichtig ist, wie Stimmen beurteilt werden und welchen Stellenwert sie in unserem Leben einnehmen. Nach dieser eher allgemeinen Einführung geht es aber schließlich auch schon ans Eingemachte. Wissen Sie, welche „Sprechwerkzeuge“ Ihnen zur Verfügung stehen? Ich habe mir darüber noch nie zuvor Gedanken gemacht. Ich mache meinen Mund auf und heraus kommen die Worte, die gerade noch gedacht habe. Warum kommen sie jetzt plötzlich aus meinem Mund und welche Prozesse im Körper sind daran beteiligt?

Damit wir sprechen können, müssen die Atmung stimmen und der Kehlkopf seine Arbeit tun und entsprechende Laute formen. Aber auch die Ohren und natürlich nicht zuletzt das Gehirn tun ihr Übriges dazu, dass genau die Worte aus Ihrem Mund kommen, die Sie gerade sagen wollen.

Vom Verstehen zum „richtig“ Sprechen

Dass einfach nur die Worte wie geplant aus dem Mund „stolpern“, bringt uns unserem Ziel – nämlich optimal zu sprechen – noch nicht näher. Gezielt steuern und führen können Sie Ihre Stimme mit verschiedenen Mitteln:

  • Legen Sie bewusste Pausen ein.
  • Schweigen Sie einfach einmal.
  • Verleihen Sie Ihren Worten Gewicht, indem Sie sie betonen oder unbetont aussprechen oder indem Sie Akzente setzen. 
  • Beschleunigen Sie Ihr Sprechtempo oder verlangsamen Sie es. 
  • Verändern Sie die „Melodie“ Ihrer Stimme.
  • Sprechen Sie lauter oder leiser.
  • Legen Sie Emotionen in Ihre Stimme.

Über die Autorin

Die Österreicherin Ingrid Amon ist nicht zufällig zum Thema „Stimme“gekommen. Sie besitzt eine spezielle Sprechausbildung und war über 20 Jahre lang als Sprecherin und im Hörfunk tätig. Sie kennt sich mit Stimmchoaching und -training aus und beschäftigt sich unter anderem mit Phonetik, Rhetorik, Stimmbildung und vielen verwandten Themen. Bereits seit über 30 Jahren hält sie regelmäßig verschiedenste Vorträge und ist eine gefragte Rednerin bei zahlreichen Events.



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