LinkedIn: Professionelles Karriere- und Business-Netzwerk

LinkedIn sieht sich selbst im Gegensatz zu Facebook nicht als soziales Netzwerk, sondern als berufliches Netzwerk. Es stellt eine direkte Konkurrenz zu XING dar. Im Gegensatz zu XING ist LinkedIn allerdings international ausgerichtet und in über 200 Ländern verfügbar. LinkedIn ist das größte Business-Netzwerk der Welt. Nach eigenen Angaben umfasst das Netzwerk weltweit mehr als 150 Millionen Fach- und Führungskräfte – und monatlich werden es 5 Millionen mehr.

Bild: tiffanytlcbm / pixabay.com

Funktionen von LinkedIn

Bei LinkedIn legen Sie zunächst Ihr Profil an und können verschiedenste Details zu Ihrer Tätigkeit und Ihrem Werdegang erfassen. Informationen dazu, wie Sie das am geschicktesten anstellen, finden Sie in einem anderen Artikel des Gründerlexikons. Anschließend können Sie hier gezielt Kontakte für Ihr Business-Netzwerk sammeln. Bei LinkedIn legt man großen Wert auf persönliche Empfehlungen. So werden Kontakte häufig über andere Kontakte vermittelt und eingeführt. Eine Besonderheit bei LinkedIn ist, dass sich Kontakte gegenseitig bewerten können. LinkedIn ist mit Facebook und Twitter vernetzt, was Synergien beim Networking bewirken kann. LinkedIn kann grundsätzlich kostenfrei genutzt werden. Wenn Sie zusätzliche Funktionen nutzen wollen, kostet dies zwischen 14,95 und 71,95 Euro monatlich, je nach Zahlweise und Art des Abonnements.

LinkedIn als Business-Netzwerk

Von den 150 Mio. Mitgliedern weltweit leben rund 2,5 Mio. in deutschsprachigen Ländern. Davon entfallen etwa 1,75 Mio. Mitglieder auf Deutschland, der Rest verteilt sich auf Österreich und die Schweiz. Am stärksten vertreten sind die Branchen IT/Telekommunikation, Industrie und Corporate. Rund zwei Drittel der LinkedIn-Mitglieder sind männlich. Die Altersgruppen 25 – 34 Jahre und 35 – 54 Jahre sind mit 37 und 39 Prozent in etwa gleich stark vertreten. Die Mitglieder sind deutlich auf ihre Karriere ausgerichtet. Sie verteilen sich folgendermaßen auf die verschiedenen Karrierelevels:

  • 11 Prozent C-Level (oberste Führungsebene, z. B. Geschäftsführer)
  • 13 Prozent Eigentümer
  • 32 Prozent Professionals
  • 19 Prozent Manager
  • 26 Prozent Berufseinsteiger

Mehr als die Hälfte der Mitglieder arbeiten in Unternehmen, die mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die Zielgruppe lässt sich somit insbesondere auf Fach-, Führungskräfte und Spezialisten eingrenzen, die am Aufbau von Geschäftskontakten interessiert sind.

Profil oder Werbung? Sie haben die Wahl

Bei LinkedIn finden Sie über ein herkömmliches Profil nützliche Business-Kontakte, was Ihnen natürlich im ersten Schritt zunächst einmal keine zusätzlichen Umsätze einbringt. Zusätzlich bietet LinkedIn allerdings auch eine breite Palette an Werbemöglichkeiten, beispielsweise über eine Firmenseite (Company Page), Werbebanner, Textlinks, Umfragen und vieles mehr. Ein Profil bei LinkedIn lohnt sich allemal, wenn Sie nach Kooperationen oder Kontakte im Ausland suchen, denn hier tummeln sich vorrangig ausländische Fach- und Führungskräfte. Wenn es Ihnen nur darum geht, mit bestehenden Kontakten zu kommunizieren, werden Sie bei XING und Facebook wahrscheinlich mehr Ihrer Bekannten finden. Wenn Sie mit Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt die Zielgruppe von LinkedIn ansprechen möchten, lohnt es sich für Sie, die Werbemöglichkeiten auf LinkedIn genauer unter die Lupe zu nehmen. Wann XING für Existenzgründer Sinn macht, haben wir bereits in einem anderen Artikel geklärt.

Der nächste und gleichzeitig letzte Teil dieser Serie beschäftigt sich mit dem noch recht jungen Netzwerk von Google, das auf den Namen Google+ hört.

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