Leben und Leben lassen: old school oder up2date?

"Tue Gutes und rede darüber" - der Marketing-Bestseller von Walter Fischer zum Umgang mit Non-Profit-Organisationen ist wohl jedem Geschäftsmann zumindest dem Titel nach bekannt. Was für Global Player mittlerweile Usus ist, funktioniert auch bei jedem kleinen und mittleren Unternehmen. Es kommt nur darauf an, den Wirkungskreis "below the line" richtig abzustecken.

Bild: pixelunikat / fotolia.com

Großzügigkeit - eine Tugend mit kommerzieller Eignung

Das eigene Geschäftsinteresse kollidiert in keiner Weise mit der öffentlichen Wahrnehmung. Schon die Bibel fordert zum unternehmerischen Tätigsein auf - mit dem Hinweis, den erworbenen Reichtum auch für soziale Zwecke einzusetzen. Dieser Gedanke bestimmt die PR nicht nur im christlich geprägten Abendland.

Auf Opens external link in new windowwww.ivcg.org finden sich einige interessante Zitate aus dem "Buch der Bücher", die sich direkt in das Marketing von heute übernommen anhören.

Da die Außenwirkung von Unternehmen und die Werbung für Produkte immer emotionaler wird, sind auch Gefühle zunehmend wertbestimmend für Kundeneinschätzungen. Großzügigkeit vermittelt positive Emotionen.

Mehr zu diesem Thema findet sich auf www.darwin-meets-business.de.

Großzügigkeit in der öffentlichen Wirkung

Großzügigkeit ist keine Geldfrage. Ein freundlicher Umgangston, eine zuverlässige Auftragsabwicklung und ein kulanter Kundenservice sind ganz einfache Mittel, sich gegenüber der Konkurrenz einen "guten Namen" zu machen. Allein die Schaffung verschiedener Zahlungsmöglichkeiten empfinden Kunden als "großzügig". Dem Unternehmen tun diese Leistungen keinen Abbruch. Sie lassen sich durch Mitarbeiterschulungen, Verwaltungsprogramme oder in ohnehin geplanten Werbemaßnahmen durchsetzen - dann umso deutlicher mit dem Verweis auf die eigene freiwillige Leistung. Bei Spenden und Förderbeiträgen lässt sich der potenzielle Kundenkreis sogar sehr genau festlegen.

Großzügigkeit intern - Vorsicht!

Jeder Chef ist von Natur aus gegen die Überbezahlung seiner Mitarbeiter geschützt, nicht aber vor einem falschen Verhalten im täglichen Betrieb. Prämien und Anerkennungen müssen immer mit ganz genau definierten Zielen verbunden werden, sonst gleiten sie in die Beliebigkeit ab. Ein vorschnell angebotenes "Du" ist einer der größten Fehler, denn es stellt einen Vertraulichkeitsbeweis dar, der unweigerlich ausgenutzt wird. Respekt erlangt der Chef, wenn er gute Leistungen angemessen honoriert - aber auch, wenn er Fehler erbarmungslos anspricht. Jeder Mitarbeiter muss auf Großzügigkeit hoffen, sich aber nicht auf sie verlassen können.



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!