Leasing als Risiko oder Chance für Existenzgründer

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Mögliche Leasingobjekte

Die wohl bekannteste Form des Leasing ist das Fahrzeugleasing. Darüber hinaus kann ein Unternehmer aber auchBetriebs- undGeschäftsausstattung wie Kopierer, Computer, Faxgeräte und andere Ausstattungsgegenstände leasen.

Was ist Leasing eigentlich?

Leasing ist ein anderer Begriff für mieten. Der Leasingnehmer mietet also von einem Leasinggeber für eine bestimmte Zeit zu einem entsprechenden Geldbetrag und unter der Einhaltung anderer Vereinbarungen einen Gegenstand. Ein Unterschied zur herkömmlichen Vermietung besteht häufig in der Übertragung von Pflichten auf den Leasingnehmer.

Vertragsgestaltung

Zum Einen werden Leasingverträge als gewöhnliche Mietverträge abgeschlossen. Dabei trägt der Leasinggeber das Risiko, das heißt Reparaturen und Wartungen sind von ihm zu tragen. Der Vertrag kann innerhalb kürzester Zeit von beiden Seiten gekündigt werden. Eigentümer des Objektes bleibt der Leasinggeber. Beim Finanzierungsleasing verhinderte eine feste Grundmietzeit die vorzeitigeKündigung des Vertrages. Im Wesentlichen existieren zwei Formen des Finanzierungsleasings. Zum Einen den Vollamortisationsvertrag – mit diesem Vertrag erhält der Leasinggeber während der Leasingdauer die vollen Kosten des Leasingobjektes in Form der Raten. Bei diesem Vertragstyp ist die Möglichkeit des Kaufes nach Vertragsende möglich. Bei sogenannten Teilamortisationsverträgen decken die gezahlten Raten nicht die gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Objektes. Nach Vertragsende kann der Gegenstand an einen Dritten verkauft, vom Leasinggeber zurückgenommen oder auch vom Leasingnehmer erworben werden.

Leasingverträge ja oder nein?

Diese Frage kann prinzipiell nicht mit einer Patentlösung beantwortet werden. Vielmehr kommt es auf jede einzelne Situation an. Das Zauberwort lautet „Vergleichsrechnung anstellen“. Ein Experte sollte jede Situation unabhängig voneinander nachrechnen. Somit kann eine Aussage darüber getroffen werden, welche Möglichkeit günstiger ist und welche nicht. Wer nicht unbedingt einen Berater beauftragen möchte, der kann auch selbst eine Vergleichsrechnung anstellen. Allerdings sind in dem hier vorgeschlagenen Onlinerechner nicht alle möglichen Komponenten des Leasings enthalten. Auf der Internetseite www.zinsen-berechnen.de/leasingrechner.php kann man die Daten eingeben und erhält als Lösung einen Effektivzins. Diesen Prozentsatz vergleicht man nun mit dem eines bankenüblichen Darlehens und erfährt dadurch, ob die Finanzierung durch Leasing günstiger oder ungünstiger ist als ein Darlehen dafür aufzunehmen.

Vorteile des Leasings

Beim Leasing ergeben sich mitunter steuerlicher Vorteil, denn die Leasingraten sind für den Leasingnehmer Betriebsausgaben und mindern den Gewinn sofort. Dies ist allerdings von Existenzgründern nicht immer ein gewünschter Effekt, denn in den meisten Fällen sind die Gewinne der Jungunternehmer zu Beginn Ihrer Tätigkeit derartig niedrig, dass ein gewinnmindernder Effekt unerwünscht ist. Andererseits bietet das Leasing einen Liquiditätsvorteil, da keine Unsummen an Geld für den Kauf des Gegenstandes ausgegeben werden müssen, sondern Stück für Stück eine Auszahlung erfolgt.

Nachteile eines Leasingvertrages

Wie auch bei anderen Verträgen kann ein Leasingvertrag nachteilige Auswirkungen haben. Die liegen beim Leasing von Wirtschaftsgütern ganz klar in der mitunter undurchsichtigen Vetragsgestaltung. Leasingbanken werben mit 69,- EUR mtl. Leasingrate. Nach Aufrechnung aller Nebenkosten und Anzahlungen kommt da sehr schnell das doppelte oder dreifache raus.



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