Kritikpunkte zu Teldafax

Das WDR-Magazin Markt berichtet schon Anfang 2009, das hunderte Kunden weder eine Schlussabrechnung noch ihr Guthaben erhalten hätten. Daraufhin hatte Teldafax angekündigt, dass bis Ende März 2009 die ausstehenden Schlussabrechnungen erfolgen würden. Zudem sicherte das Unternehmen eine Verzinsung der Guthaben mit acht Prozent zu. Doch auch Ende April 2009 musste die Verbraucherzentrale Sachsen einen Anstieg von Kundenbeschwerden hinsichtlich fehlender Schlussabrechnungen verzeichnen.

Bild: www.teldafax.de

Am 20. Oktober 2010 berichtete das Handelsblatt über eine Überschuldung des StromanbietersTeldafax. Das Unternehmen stritt dies zum damaligen Zeitpunkt ab. Das Handelsblatt begründete seinen Artikel mit der Art der Finanzierung von Teldafax. Der Stromanbieter finanziere sich nämlich nach dem Schneekugelprinzip, bei dem die Neukunden mit ihren Vorauszahlungen es erst möglich machen, Strom einzukaufen. Dieser Strom würde dann mit Verlusten verkauft werden.

Und auch das Manager Magazin wusste bereits im Jahr 2010 über Teldafax zu berichten. Schon damals fiel Teldafax negativ auf. Als Stromanbieter "über den sich die Kunden am meisten beklagen", war Teldafax dem Magazin ein Artikel wert. Die Kunden bemängelten schon zu diesem Zeitpunkt falsche oder ausbleibende Abrechnungen, keine Guthabenrückzahlungen und sprachen auch von Abzocke. Negativ fielen die unqualifizierten Mitarbeiter bei der Servicehotline auf, ebenso wie miese Erreichbarkeit von Teldafax, Unkompetenz an allen Stellen und Preiserhöhungen, obwohl eine Preisgarantie gegeben wurde.

Urteile gegen Teldafax

Es gab auch schon Gerichtsverhandlung, bei denen Teldafax den kürzeren zog. So wurde Teldafax Energy von der Verbraucherzentrale NRW angezeigt. Dem Unternehmen Teldafax Energy wurde vorgeworfen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstoßen zu haben und private Endverbraucher mit Telefonwerbung belästigt zu haben. Die Firma wurde vom Landgericht Bonn dazu verurteilt diese Telefonwerbung zu unterlassen, andernfalls drohe Teldafax ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro. Auch ein Leser der Zeitschrift Test zog erfolgreich gegen Teldafax vor Gericht, da er sich von diesen Telefonanrufen belästigt fühlte.

Einseitige Kündigung der Einzugsermächtigungen

Die bereits bestehenden Einzugsermächtigungen wurden von Teldafax Ende 2010 einseitig gekündigt. Dabei fand auch noch eine Ungleichbehandlung statt. Sowohl Vierteljahreszahler als auch Jahreszahler sollten nun die Beträge überweisen. Während die Vierteljahreszahler aber ohne Konsequenzen die Beträge monatlich zahlen konnten, wurden Jahreszahler, die nun monatlich überwiesen sogleich in einen ungünstigeren Tarif eingestuft. Dadurch änderte sich auch rechtlich etwas für die Kunden. Während man Lastschrifteinzüge bis sechs Wochen nach Rechnungsabschluss durch seine Hausbank zurückholen kann, so entfällt diese Möglichkeit bei einerÜberweisung. Damit ist der Ärger vorprogrammiert und man muss den Rechtsweg bestreiten, sollte der Zahlungsempfänger den Betrag nicht freiwillig erstatten.

Die negativen Schlagzeilen nehmen kein Ende

Anfang 2011 konnte tatsächlich etwas positives über Teldafax berichtet werden. Hatte es nur so Kritik gehagelt, weil Teldafax nur gegen Vorkasse Leistung erbrachte, so führte Teldafax zum Jahresanfang ein neues Tarifsystem ein. Dieses Tarifsystem ist übersichtlich, einfach und verzichtet auf Vorkasse. Die monatliche Zahlung wird nun erst am Ende des Monats fällig und man kann aus je vier verschiedenen Strom- und Gastarifen wählen.

Aber das war auch die einzige positive Meldung über Teldafax. Denn kurz darauf konnte man in Presseberichten lesen, dass Kunden Mahnungen für Abschlagszahlungen von Teldafax erhielten. Und dies, obwohl diese Kunden bereits ihre Energie vom örtlichen Stromversorger erhielten und bei Teldafax gekündigt hatten, da Teldafax nicht mehr liefern konnte.

Zuletzt berichtete die Süddeutsche Zeitung am 27. Juni 2011 über eine Razzia. Diese Razzia fand bei der Teldafax-Gruppe statt, da die Staatsanwaltschaft Bonn gegen die Verantwortlichen der Teldafax Holding GmbH und mehrerer Tochtergesellschaften wegen des gewerbsmäßigen Betrugs und Insolvenzverschleppung ermittelt.

Fazit

Immer wieder versicherte die Pressestelle der Teldafax, das sich der Service verbessern wird. Immer wieder sollten die Kunden nur etwas Geduld haben, da diese Verbesserung nicht von heute auf morgen klappt. Und immer wieder mussten Kunden die gleichen Sachverhalte bemängeln. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Dabei änderte sich nichts, weder an der Kompetenz der Mitarbeiter noch an der Erreichbarkeit. Anprangern muss ich auch in aller Schärfe diese Abschottermethode von Teldafax. Der Kunde wird einfach ignoriert oder mit Standardmails abgespeist. Beschwichtigungsmails gehen auch an Kunden, aber das war es auch schon an Kommunikation, die Teldafax zulässt. Es ist nicht schwer, mit der Erkenntnis der letzten Monate, von Abzocke oder Betrug zu sprechen.

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